Sage Smart Grinder Pro – Beste Einsteiger-Espressomühle?

Sage Smart Grinder Pro – Beste Einsteiger-Espressomühle?

Welche Espressomühle ist am besten für Einsteiger geeignet? Einiges spricht dafür, dass sich die Sage Smart Grinder Pro genau diesen Titel verdient.

Die Frage nach sehr guten Einsteigermühlen treibt uns seit einiger Zeit um – auch weil uns täglich viele Mails und Kommentare mit genau dieser Frage erreichen. Deshalb habe wir in den letzten Jahren auch gezielt Einsteigermühlen im Preisbereich getestet. Mittlerweile hat die Sage Smart Grinder Pro bereits zwei Tests bei uns durchlaufen. Im April 2020 durfte ich die Mühe mit dem Vize-Baristameiter (1x Deutschland, 3 Schweiz) Felix Hohlmann untersuchen. 2022 ist die Sage Smart Grinder Pro Teil unseres großen Espressomühlen-Vergleichs von 24 Kaffeemühlen für den Heimgebrauch.

Bei beiden Testdurchläufen hat die Sage Smart Grinder Pro überzeugt. Für uns ist die Mühle eine der interessantesten Espressomühlen für den Einstieg in die Welt des Kaffees.

Wenn ihr uns bei der Anschaffung von weiterem Testmaterial unterstützen wollt, dann könnt ihr das, indem ihr die Sage Smart Grinder Pro über diesen Provisionslink bestellt. Kostet euch nicht mehr, wir freuen uns aber.

Welche Kriterien sind wichtig, um eine Espressomühle qualitativ einzuschätzen?

  • Mahlt die Mühle Espresso-fein? Lässt sich der Mahlgrad so fein einstellen, dass im Siebträger genügend Widerstand aufgebaut werden kann, damit der Espresso nicht zu schnell durchläuft. (Guide: wie Espresso einstellen hier.)
  • Ist das Mahlgut homogen? Der größte Teil des Mahlgutes sollte der Zielgröße entsprechen und nicht klumpen. Viele kleinere oder größere Teilchen führen zu erhöhter Säure oder Bitterkeit im Geschmack.
  • Bedienbarkeit einfach? Lässt sich der Mahlgrad in Stufen oder stufenlos korrigieren und ist ein Nachstellen des inneren Mahlwerkes einfach möglich.
  • Konstanz? Gibt die Maschine konstant die gewünschte Kaffeemenge aus oder schwankt diese von Bezug zu Bezug.
  • Totraum? Wie viel Kaffee bleibt nach einer Mahlung im Mahlwerk zurück und ist somit als „alter“ Kaffee bei der nächsten Mahlung dabei.
  • Erwärmung durch regelmässige Nutzung? Erwärmen sich die Mahlscheiben und dadurch auch der Kaffee durch die Benutzung deutlich. Kann zu Geschmacksveränderung führen.

Espresso-fein!

Ohne Weiteres lässt sich der Mahlgrad der Espressomühle so feinstellen, dass ein guter Espresso in 25 oder 30 Sekunden gebrüht werden kann. Die Mahlgradverstellung wird über das rechts an der Mühle angebrachte Rad vorgenommen. Die digitale Anzeige gibt an, bei welchem Mahlgrad die Einstellung gerade ist. Das hilft bei der Orientierung.

mahlgrad einstellung smart grinder
Digitalanzeige der Sage Smart Grinder Pro


Etwas verwirrend ist, dass beim Drehen der Mahlgradverstellung stufenweise Verstellungen eines Zahnrades zu spüren sind, die nicht immer mit der digitalen Anzeige korrespondieren. Ich verstelle also zum Beispiel 3 Stufen des Zahnrades, die digitale Anzeige springt jedoch nur 2 Schritte weiter. Als Konsequenz sollte man sich nicht vollkommen auf die Mahlgradanzeige verlassen – was aber aus unserer Sicht ohnehin nicht möglich ist. Kaffee ist ein Naturprodukt welches sich durch äussere Einflüsse verändert. Steigt zum Beispiel die Feuchtigkeit im Raum, verklumpt das Kaffeepulver mehr und die Mühle sollte leicht nachgestellt werden.

Das arbeiten mit einer Espressomühle ist in diesem Sinne nie ein abgeschlossener Prozess. Leichte Korrekturen werden einfach von Bezug zu Bezug vorgenommen.

Die Sache mit der Konstanz der Espressomühle

Wir haben 40 Espresso-Bezüge hintereinander vorgenommen. Die Konstanz der Mühle war dabei erstaunlich. Wir haben auf eine Zielmenge von 18 Gramm die Mühle eingestellt. Bei der Sage Smart Grind Pro wird diese Einstellung über die Mahlzeit vorgenommen. Auf einer programmierbaren Taste haben wir also eine Mahlzeit von 16 Sekunden eingestellt. Die Mahlzeit lässt sich über Ausprobieren und Abwiegen herausfinden. 16 Sekunden ist verhältnissmässig lang im Vergleich zu professionellen Mühlen, aber vergleichbar im Verhältnis zu anderen Mühlen bis 500 Euro. (Gastromühlen mahlen eine Menge von ca. 18 Gramm in 3  – 6 Sekunden.)

Über 40 Bezüge hinweg schwankte das Ergebnis um maximal 0,4 Gramm. Dieser Wert ist sehr gut und tatsächlich vergleichbar mit professionellen Espressomühlen. In diesem Fall spricht das eher für die Haushaltsmühle, denn wir wundern uns schon lange, dass Gastromühlen nicht präziser sind.

Die grossen Schwankungen bei Mühlen sind einer der Gründe, warum an Baristameisterschaften die TeilnehmerInnen jeden einzelnen Bezug mit einer Waage abwiegen.

Wie schmeckt der Espresso und wie konstant lief er?

Über die Einstellung des Mahlgrades sind wir zügig zur Einstellung eines guten Espressos gekommen. Dieser war balanciert und erfüllte alle Erwartungen, die wir an unseren Dreispitz Espresso haben. Auffällig war, dass nach einigen aufeinander folgenden Bezügen die Extraktionszeit immer kürzer wurde. Hatten wir bei den ersten Bezügen noch Extraktionszeiten von 29 Sekunden, lief der zehnte Espresso nur noch 22 Sekunden. Auch führten die wiederholten Bezüge zu einer deutlichen Erwärmung des Mahlgutes.

Einschränkend muss man sagen, dass die Mühle für einen solchen Einsatzzweck nicht gemacht ist. Das gilt es auf jeden Fall bei der Benutzung zu beachten. Durch leichtes Nachstellen kann der Mahlgrad und somit auch die Extraktion konstant gehalten werden.

Zu häufiges Mahlen in kurzer Zeit sollte aber dennoch vermieden werden. Zu stark erwärmter Kaffee schmeckt deutlich anders und auch die Langlebigkeit der Mühle würde leiden.

vergleich Partikelverteilung 6 espressomuehlen
Vergleich der Partikelverteilung. Die Sage Smart Grinder Pro liegt in Sachen Partikelverteilung zwischen den der Sette 270 wi und Graef auf der rechten Seite und den Mühlen mit flachen Mahlscheiben auf der linken Seite. Die Mühlen wurden jeweils so eingstellt, dass der Espresso in gleicher Zeit ausläuft. Mehr dazu im Testbericht der Graef CM800 und Niche
Kopie von Partikelverteilungsmessung 6

Auch unsere 2021/22 erhobenen Daten weisen besonders beim Hauptpeak bei der Sage Smart Grinder Pro wie auch der kleinen Schwester, der Sage Dose Control, eine gute Mahlgradqualität auf. Gute Espressomühlen haben ein hohes und schmales Hauptpeak. Tatsächlich gehört die Sage Smart Grinder Pro hier zu den besseren Mühlen im Feld der 24 getesteten Espressomühlen. Das Hauptpeak kann man auch anders übersetzen. Je mehr Partikel in diesem Bereich ausschlagen, desto genauer ist der gewünschte Mahlgrad gewählt.

Das Feinpeak ist bei der Sage Smart Control auf der höheren Seite. Geschmacklich äussert sich das in der Textur sowie einer gewissen Bitterkeit. Bei unseren Versuchen hat diese jedoch nicht den Kaffee dominiert.

Bedienung der Sage Smart Espressomühle Pro

Die Bedienung der Maschine geht leicht von der Hand. Das seitliche Rad lässt sich gut drehen und somit der Mahlgrad verstellen. Die digitale Anzeige gibt einen Eindruck, bei welchem Mahlgrad man steht. Die programmierbare Mahlzeit ist konstant. Acht Programmierbereiche sind möglich. Das ist völlig übertrieben – stört aber nicht.

Überhaupt gibt die digitale Anzeige eine guten Einblick und macht die Kontrolle einfacher. Wir haben hier bei uns auch noch die Sage Dose Control Espressomühle stehen. Diese sieht soweit bauähnlich aus, verzichtet aber auf die digitale Anzeige. Unser erster Eindruck ist: gerade für Einsteiger ist das schon ein praktisches Tool.

Wie auch bei den Espressomaschinen Sage Barista Pro und Express kann der Mahlgrad nachjustiert werden, wenn die Grundeinstellung zu fein oder zu grob ist. Weil wir zu diesen beiden Geräten viele Fragen erhalten haben, haben wir dazu eine eigene Frage-Seite gestartet. (Disclaimer: nur um das noch mal festzuhalten. Wir verkaufen keine Sage Geräte. Wir wurden von Sage nicht bezahlt. Wir kaufen unsere Testgeräte selbst. Und wir testen diese Geräte, weil ihr viele Fragen dazu habt und wir das Beantworten von Kaffeefragen als Kaffeemacher als eine unserer Aufgaben verstehen.)

Alle Mühlen haben eine Grundjustierung des Mahlgrades. Diese funktioniert für fast alle Kaffees. Besonders helle oder dunkel geröstete Kaffees können aber aus der Range herausfallen. Dann kann die Grundjustierung des Mahlwerkes wie in dem folgenden Video gezeigt geändert werden.

Totraum ist der Mahlkaffee-Rückstand in der Mühl

Nach jeder Mahlung bleibt in fast jeder Mühle etwas Kaffeepulver zurück. In kleinen Ritzen, Schraubenöffnungen, zwischen den Mahlscheiben – all das sind beliebte Lagerstellen. Je mehr Kaffeepulver in solchen Hohlräumen bleibt, desto mehr beeinträchtigt das die nächste Espresso-Extraktion negativ. Je regelmäßiger eine Mühle genutzt wird, desto weniger ist das ein Problem. Je länger gemahlener Kaffee in der Mühle alt wird, desto mehr beeinflusst das den Geschmack und die nächste Extraktion.

Bei der Sage Smart Grind Pro haben wir ca. 2.7 Gramm Kaffee im Totraum gewogen. Wir haben zu diesem Zweck das Mahlwerk auseinander genommen und alles zusammen gekehrt. Das ist im Verhältnis zu einer Mühle wie der Niche Zero viel. Diese kommt auf lediglich 0.47 Gramm Totraum. Verglichen mit der Graef CM800 und den dort gewogenen 8 Gramm Kaffee ist das aber ein überschaubarer Wert. Die Graef ist eher die Konkurrenz, an der sich die Sage Smart Espressomühle preislich messen muss und diesen Vergleich entscheidet sie für sich.

Wir würden euch dennoch immer raten: sobald die Mühle länger als 15 Minuten steht, einfach einige Gramm ausmahlen. Dann könnt ihr euch sicher sein, dass der nächste Espresso perfekt und nicht mit altem Kaffee gebrüht wird.

sage espressomuehlen fazit

Beschaffenheit und Fazit zur Sage Smart Grinder Pro

Wir liefern hier direkt eine Korrektur zu unserem Video. Dort erwähnen wir, dass es keinen Siebträgerhalter an der Mühle gibt. Das ist nicht korrekt. Es gibt sogar zwei solche und somit kann man den Siebträger ablegen, während die Mühle in den Siebträger mahlt. Das funktioniert mit Siebträgern von 50 – 58 m Durchmesser.

Die Mühle ist mit einer Breite von 22 cm, einer Höhe von 38 cm und eine Tiefe von 15 cm sehr kompakt. Das Gehäuse ist aus Edelstahl und Plastik.

Wir haben einen sehr guten Eindruck von der Sage the Smart Grinder Pro Espressomühle. Bislang haben wir noch keine Espressomühle getestet, die für diesen Preis soviel leistet.

Deshalb: die Mühle ist bis auf weiteres unser Einsteigertipp als Espressomühle.sage grinder

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28 Kommentare

  • Hallo erstmal vielen Dank für den ausführlichen und objektiven Bericht.

    Ich habe seit kurzem die smart Grind pro und wollte eine bis zwei Tassen filterkaffee mittels handfilter zubereiten.

    Problem:
    Der Kaffee läuft mit zunehmender Brühzeit sehr langsam aus dem Filter bzw am Ende fast gar nicht mehr.

    Habe bereits den mahlgrad variiert und bin jetzt schon im recht groben Bereich auf Einstellung 54. Habe die filter von Melitta Größe 100 und dazu passenden Porzellan handfilter. Ich vermute das feine Teilchen die Aroma Löcher des Filters verstopfen.

    Wo könnte das Problem liegen, dass der Kaffee mit zunehmender brühzeit immer langsamer bzw. Fast nicht mehr durchläuft? Vg Chris
  • Hallo Chris,

    der Smart Grinder Pro hat 2 Ebenen zum Verstellen des Mahlgrades: 1x das Drehrad rechts mit der Anzeige 1-54 im Display und zusätzlich die Möglichkeit, den Mahlkegel zu verstellen (S. 10 der Bedienungsanleitung). Für Espresso mußte ich bei meinem Gerät den Mahlkegel auf die feinste (Einstellung Richtung "Fine") Position stellen, um mit dem Drehwähler noch etwas Spielraum zu haben. Ob dies bei allen Geräten dieses Typs gleich ist, weiß ich nicht, aber versuch mal, den Kegel mehr in Richtung "Coarse" zu verstellen, um gröber gemahlenes Pulver zu erhalten.
  • Vom mahlgrad her denke ich, dass ich eigentlich grob genug sein müsste. Ich liege optisch zwischen groben meersalz und normalen kochsalz, also für filterkaffee schon sehr grob, fast zu grob? !?

    Am Anfang läuft er noch recht gut und am Ende tröpfelt es nur noch leicht. Zubereitungsmenge eine Tasse 125 ml 8g Kaffee. Durchlaufzeit ungefähr 3 Minuten.
  • Hey Chris, es kann einerseits an der Mühle liegen, dass sie etwas mehr Fines produziert und andererseits auch an dem Kaffee den du verwendest. Äthiopische Kaffees zum Beispiel neigen dazu den Filter zu verschliessen und zum Schluss einen sehr geringen Fluss zu haben. Ich würde es erstmal mit einem anderen Kaffee probieren. Gruss Thomas
  • Hallo,
    danke für eure Tipps.

    Ich habe mir heute andere papierfilter besorgt mit denen läuft es ein bisschen schneller. Im Endeffekt passt die extraktionszeit ich komme auf ca 2,5 min.(für eine Tasse 125 ml/8g) Schaut für mich nur recht ungewöhnlich aus ,da es am ende nur noch leicht tröpfelt, aber eventuell ist das bei einer Tasse auch normal, ansonsten würde das ganze ja auch zu schnell durchlaufen!?

    Gibt es irgendwelche Besonderheiten wenn man nur eine Tasse brüht? Vielleicht wäre das auch mal ein interessantes Video oder Artikel, wie man am besten eine Tasse aufbrüht. (also sehr kleine Mengen)

    Habe heute auch mal eine handmühle probiert und bei der dauerte es genauso lang.
    An den Kaffee hatte ich auch schon gedacht dass dieser vielleicht beim Zerkleinern sehr kleine Stückchen produziert. Werde bei Gelegenheit einen anderen ausprobieren.
    Vg
  • Moin zusammen,

    ich habe heute meine neue Sage Smart Grinder Pro erhalten und habe Bedenken, was die Mahlgradreserve bzgl. Verschleiß angeht: Ich bin nun schon bei "2" bei der Einstellung am Mahlkegel (das Feinste ist ja 1) und bei 5 über die Digitalanzeige. Damit ist nicht mehr viel Reserve gegeben. Ist Verschleiß hier ein Thema, also muss ich damit rechnen, dass ich irgendwann nicht mehr fein genug mit der Mühle mahlen kann, um gute Espressi zu ziehen?

    Danke für jedes Feedback.

    VG, Julian
  • Hallo Julian,

    versuchst du, helle(Re) Bohnen (3rd wave kaffee) zu mahlen? Da kommen viele an die Grenze des SGP bzw reicht er dafür nicht mehr.

    Schau doch einfach Mal wieviele Einstellungen verbleiben bis sich die Mahlwerk Teile berühren dann kannst du das besser einschätzen. Ggf. berühren sie sich jetzt schon?

    Innen auf 2, außen auf 5 ist halt schon relativ krass. Wie schnell mahlt der für dich da?

    Grüße
    Julian
  • Hallo Benjamin und Julian,

    danke für die schnellen Rückmeldungen.

    Benjamin: Das Video kannte ich doch natürlich :). Wie gesagt, ich bin innen am Mahlkegel schon bei 2 und werde heute sogar auf 1 gehen müssen.

    Julian: Habe zwei verschiedene Sorten probiert. Ein Standardsupermarktespresso mit 100% Arabica, normale Röstung und eine 50/50 hochwertige aber auch mittlere Röstung vom hochwertigen Röster vor Ort. Mahlzeit ca. 17 Sekunden für 14 Gramm bei momentan innen 2 und außen 3.

    Ich spiele wirklich mit dem Gedanken, die Mühle umzutauschen aufgrund der geringen Reserve.

    Viele Grüße

    Julian
  • Hallo Julian,

    wie sehe ich denn, ob die Mahlkegel sich schon berühren?

    VG, Julian
  • Ich muss sagen, ihr mahlt schnell. Ich habe für Espresso die Mühle um 5 herum stehen und benötige ca 18-20s für 17g Kaffeebohnen.

    Um in 10s 13g zu mahlen müsste ich sie so grob stellen, das wohl ein Cafe Creme raus kommt :D
  • Hast du ein aktuelles Modell bzw. wie alt sind deine Mahlscheiben. Wir haben die Tests mit relativ neuen Mahlscheiben gemacht. Verschleiß ist aber auf jeden Fall zu berücksichtigen.
  • Ich kann es nicht wirklich sagen, hab es remanufactured vom Servicecenter für 119€ erworben - günstige Mühle zum Testen ob Espresso machen unterhaltsam ist :) Hatte jetzt irgendwie erwartet, dass man halt mit dem Alter enger stellen muss, aber nicht, dass es langsamer wird, aber gut zu wissen.

    Ich fand es auf jeden Fall interessant, aber die Mahlzeit ist mir eigentlich eh relativ egal - kann ja schonmal Maschine spülen, Puck Screen erhitzen, Glas erhitzen.
  • Hallo ,
    erstmal herzlichen Dank für die tollen Tips und Test's von euch. Ich habe mir diese Kaffeemühle zugelegt und bin bis jetzt zufrieden. Allerdings bin ich noch Einsteiger. Ich hatte mir ein Probepaket mit 4 verschiedenen Kaffees aus unterschiedlichen Regionen und Arten bestellt. Bei der Einstellung auf die jeweiligen Kaffeesorten konnte ich gut feststellen wie unterschiedlich die Einstellungen vorgenommen werden mussten. Ich habe 2 mal die Mühle über den Kegel feiner stellen müssen damit ich noch fein genug für einen Espressobezug werden konnte. Das lag eindeutig an den Kaffeesorten. Nun bin ich im Bereich 9 und habe noch genügend Range nach oben und unten. Die 8 Programmierungsmöglichkeiten ergeben sich aus den 4 unterschiedlichen Zubereitungsarten und den je 2 unterschiedlichen Mengen (Cups). Diese werden unabhängig für jede Zubereitungsart abgespeichert. Ich brauche also wenn ich nicht für den Siebträger mahle die Einstellung für den Espresso verändern.

    Liebe Grüße
    Ralf
  • Hallo Gerätetester,
    das Ergebnis des Langzeittestes und ggf. die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf die Sage Dose Control Pro würde mich auch interessieren. Sind Dose Control und Smart Grinder mechanisch tatsächlich gleich und unterscheiden sich nur durch die Digitalsteuerung?
  • Da ich eben Euer Video "sage dose control pro vs smart grinder pro" gefunden habe, kann ich mir die Antwort jetzt selber geben....
    Mein Résumé zum Video: Mahlwerke wohl gleich gut, Einstellung bei der Dose Control weniger genau, als beim Smart Grinder. Ist jetzt eine Entscheidungshilfe für den Kauf ... ;-)
  • Hallo Gerätetester,
    das Ergebnis des Langzeittestes und ggf. die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf die Sage Dose Control Pro würde mich auch interessieren. Sind Dose Control und Smart Grinder mechanisch tatsächlich gleich und unterscheiden sich nur durch die Digitalsteuerung?
  • Einen lieben Gruß in die Runde!
    Das ist wirklich eine hervorragende Arbeit, die hier geleistet wird!
    Eine Frage ist mir jedoch offen gelieben. Nirgends habe ich Angaben über die Größe des Mahlwerks der Sage the Smart Grinder Pro gefunden. Vielleicht kann mir da jemand weiterhelfen.
    Gruß
    Samuel
  • Ich habe die Mühle Sage the Smart Grinder Pro jetzt zu Hause und konnte daher nachmessen. Das Kegelmahlwerk hat oben einen Durchmesser von mindestens 40 mm. Damit ist das Mahlwerk größer als bei der Graef CM 800 (ca. 35 mm). 40 mm Kegelmahlwerk sind aber von der Größe (Mahlfläche) nicht vergleichbar mit 40 mm Scheibenmahlwerk. Schätzungsweise entspricht das eher 55 mm Scheiben.
    Die Ergebnisse des Langzeittests oder andere Erfahrungen erwarte ich gespannt.
  • Hey Samuel, danke für die Ergänzung.
  • Was ist das Ergebnis des Langzeittests? Ist es immer noch die beste Mühle für Einsteiger?

    Viele Gruesse ihr macht einen tollen Job!
    Julian Ha.
  • Ahoi Benjamin,
    von mir auch gleich am Anfang ein großer Dank für Euer Engagement. Ich liefert coolen Inhalt ab. Respekt!

    Meine Frage an Euch:
    Ich habe jetzt die Sage Appliances SCG820 und dazu die Sage Appliances SES810 als Wasserpresswerk. Ich bin Anfänger in der Welt des selber gemachten guten Kaffees und wundere mich ein wenig, dass ich die Durchlaufzeit nicht auf über 20 Sekunden bekomme. Ich habe Euch gut zugehört und weiß inzwischen, dass dies über die Feinheit des gemahlenen Kaffees gehen muss. Und jetzt kommt mein Thema/Frage:

    Ich habe das interne Mahlwerk jetzt bereits auf Stufe 9 (von 10 möglichen Stufen) verstellt und bin auf der Digitalanzeige auf fast ganz unten - nämlich 2 - und es reicht mir immer noch nicht für eine längere Zeit!!!

    Ich dachte eigentlich man hätte mit der Mühle etwas Spielraum. Kann es sein, das ich mit dem Ding einfach den Kaffee nicht fein gemahlen bekomme? Oder liegt es an meiner Espressomaschine?

    Eigentlich würde ich von Dir/Euch nur gerne wissen, ob die Mühle fein genug mahlen kann und ob es sein muss, das Mahlwerk auf die letzte feine Stufe (10 ) stellen zu müssen.

    Grüsse aus dem Schwarzwaldrandgebiet Pforzheim,
    tom
  • Hi Tom,

    ich hab die Mühle auch seit gestern und musste von der Werkseinstellung eher auf gröber umstellen, damit überhaupt genug Wasser durch den Puck läuft. Ich verwende die SES500. Die Mühle habe ich intern auf 6 stehen lassen und bin bei 14 auf der Digitalanzeige. Gemahlen werden 17g des Ettli Don Pedro Espressos und nach der Extraktion habe ich ca 42-43 g Espresso in der Tasse. Die Extraktion dauert nach Betätigen der konfigurierten Wassermenge inkl. Preinfusion ungefähr 30 Sekunden. Ich war mir nie sicher ob die Preinfusion dazu zählt oder nicht, jedoch landen die ersten Tropfen nach ca. 10 Sekunden in der Tasse und das Gesamtergebnis sieht auch sehr vernünftig aus. Versuch mal mit einer Personenwage den Tamperdruck zu überprüfen, evtl. liegt der ja viel zu niedrig.

    Viele Grüße aus deiner Nachbarschaft ;-)
    Mathias
  • Hallo Thom,

    Ich hatte ein Ähnliches Problem am Anfang, ich bin auch noch recht neu aus der Kaffeewelt. Ich hab auch einen einfachen Siebträger. Als ich die Mühle gekauft habe, hab ich da meinen alten Kaffee reingetan und war überrascht wie bescheiden sich der Kaffe mahlen lassen hat. Ich war sogar schon bei Stufe 1 und innen auf 4. Dennoch alles mist. Dann hab ich mir erstmal ordentlichen Kaffee gekauft. "Kölner Kaffee - Dicker Pitter " bei Stufe 7 und siehe da... auf einmal klappt es. Hab dann noch den Mocambo Bio Kaffee drin und siehe es, es funktioniert. Es scheint einfach am Kaffee selbst zu liegen. Was mich wundert das hier die Zeit in dem Video bei 16 Sekunden liegt. Bei mir sind es je nach Kaffee zwischen 12 und 14 Sekunden, aktuell 13,6 bei 18-19g.
    Ich könnte den Kaffee noch etwas gröber stellen da ich aktuell einen Druck habe bei um die 12-14 Bar. Aber ich wollte erstmal nichts verstellen. Alles in allem hatte ich ähnliche Erfahrung gemacht. Aber jetzt läuft es und find die Mühle echt toll!
  • Hallo Benjamin,

    vorweg meinen Dank und Respekt für den Umfang und tollen Stil der Testberichte. Eine Frage hätte ich zu den Graphen der Partikelverteilung, die ihr fantastischerweise so hochaufgelöst teilt. Konkret geht es mir um den Feingehalt des Pulvers, also alles unter 200µm. Habt ihr/Kennt ihr eine Aussage zu den Werten der Q-10 Quantile und der 100µm-Cumulutation hinsichtlich der zu erwartenden Espressogüte?
    Ihr betont immer wieder, sicherlich zu recht, dass nur Soll-große Partikel um 400µm alleine keinen ausreichenden Widerstand des Pulvers gewährleisten könnten. Andererseits sprecht ihr bei den feinen Partikeln natürlich auch über deren (unerwünschte?) Überextraktion.
    Ich besitze z.B. eine Eureka Mignon Specialita. Offensichtlich erzeugt diese Mühle sehr feines Kaffeepulver und hat einen schönen Hauptpeak um 400µm Partikelgröße. Andererseits befinden sich in deren Pulver laut eurem Graph im Vergleich mit der höchste Anteil an Partikeln unter 100µm.
    Ist das bedenklich hinsichtlich Überextraktion? Eine Macap oder der Smart Grinder sind in dem Bereich deutlich verhaltener.
    Kann man dabei z.B. darauf schließen, dass ein Espresso mit einer Eureka immer etwas bitterer sein wird als mit einer Macap? Oder wirkt sich das so feine Puder ggf. sogar "positiv" aus, so dass es sich umgekehrt verhalten könnte.

    Wäre um eure Erfahrung oder Einschätzung sehr dankbar.

    Viele Grüße.
    Thomas
  • Ich hatte gerade die eXakt gleiche frage :-D Hab mir nämlich auch gerade die Mignon Specialita gekauft und bin schon sehr gespannt... Bist du mit deiner noch zufrieden?

    Liebe Grüße

    Felix
  • Hallo

    Ich habe mal ne frage zur kleinen Schwester, der SAGE SCG600 the Dose Control. Mir gefällt die optisch besser und die Programmierung brauch ich nicht da ich allein nutzer bin und da auch nicht so viel Sinn drin sehe. Außerdem kann ich mir vorstellen das man da den Mahlgrad konstanter einstellen kann weil eben nicht die digital analog Unterschiede beim drehen rein spielen. Ich bin kein Experte deshalb meine Frage ob sie baugleich sind und nur sozusagen die Bedingungen einmal digital und einmal analog ist und somit gleiche Qualität zu erwarten ist?

    Vielen Dank und danke für die tolle Arbeit die ihr macht

    Heidi

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