Delonghi Dedica EC685 - Test, Erfahrungen und Tipps

Delonghi Dedica EC685 - Test, Erfahrungen und Tipps

Die Delonghi Dedica EC685 ist für uns die beste Espressomaschine im Preisbereich unter 150 Euro oder Franken. Wir haben sie im Laufe der letzten Jahre mehrfach getestet, haben Tipps und Upgrade-Videos erarbeitet und zusammengefasst. Auf dieser Seite fassen wir unsere Erfahrungen zusammen und geben unsere Tipps und Erfahrungen weiter. Werft auch einen Blick auf die Kommentare! Dort habe viele ihre Erfahrungen mit der Delonghi Dedica EC685 dokumentiert.

Temperaturtipps für Delonghi Dedica EC685

Wird die Delonghi Dedica direkt aus der Box verwendet, hat sie eine Tendenz in der Temperatur über den Zielpunkt der gewünschten Brühtemperatur hinaus zu schießen. Damit das nicht passiert, haben wir für euch ein Profil zum Temperatur-Surfen entwickelt. Die gewünschte Zieltemperatur einer Espressomaschine ist 93 Grad Celsius. Wie das Profil genau funktioniert, erklären wir in unserem neuen Video bei Minute 15:19 sowie unter der Temperaturkurve im Text.

Temperaturprofil Delonghi Dedica


Zunächst raten wir euch, die Temperatur der Delonghi Dedica auf die niedrigste Temperaturstufe zu stellen. Das ist für die meisten Kaffees die richtige Wahl. Diese Einstellung muss nur einmal vorgenommen werden.

Einstellung der Temperatur

  • 10 Sek. Dampftaste drücken, bis alle Tasten zwei Mal blinken.
  • Einmal die linke Taste drücken, damit die Temperatureinstellung aktiviert wird. 
  • Erneut die linke Taste drücken, um die niedrigste Temperatur zu wählen. Diese benutzen wir in dem obigen Temperaturbeispiel.

Temperatursurfen mit der Delonghi Dedica EC685

Es gibt zwei Variante, wie ihr die Maschine nutzen könnt. Ihr könnt den ersten Espresso "zu" heiß beziehen und einen Espresso machen. Dazu verwendet ihr die Espressomaschine ohne viel Vorspiel und direkt. Durch den überschießenden Temperaturanstieg wird der Temperaturverlust, der durch den kalten Siebträger geschieht, kompensiert. Der Espresso ist jedoch weniger balanciert und schmeckt in vielen Fällen nicht weich und angenehm. Deshalb empfehlen wir euch die zweite Variante, die beim Bezug von mehreren Espressi immer vorzuziehen ist (da der Siebträger dann schon heiß ist).

  • Dazu wird zunächst ein Leerbezug vorgenommen. Der Siebträger ist eingespannt, es ist jedoch kein Kaffee eingefüllt. So wird dieser auf Temperatur gebracht.
  • Der Siebträger wird ausgespannt und zur Seite gelegt.
  • Es wird zwei Mal die Preinfusion gestartet. Kurz auf die linke Taste drücken, bis das Wasser anfänglich läuft. Dann abbrechen. Anschließend erneut das gleich Prozedere. (Tipp: Das Milchkännchen unterstellen, damit das Wasser nicht auf die kleine Tropfschale tropft.)
  • Nun den Kaffee mahlen und den Siebträger vorbereiten. Dafür habt ihr eine Minute Zeit. Anschließend einspannen und die Extraktion starten. 

Auf diese Art und Weise haben wir konstant gute Temperatur-Kurven im Bereich zwischen 92 und 94 Grad Celsius erreicht. Das ist sehr gut für die Zubereitung von Espresso.

Was habt ihr für Erfahrungen mit der Delonghi Dedica?

Helft uns in den Kommentaren, alles interessante zur Delonghi Dedica EC685 zusammen zu tragen.

Welche Upgrades waren sinnvoll?

Welche Kaffees schmecken Dir mit der Dedica am besten?

Wir sammeln eure Erfahrungen und bündeln sie, um erweitern mit unseren Tipps und Tricks.

Danke für eure Unterstützung!

Herzlich,

Benjamin

Unsere Videos zur Delonghi Dedica EC685




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36 Kommentare

  • Manometer und Dimmer

    Nach Christians Post hab ich kurz überlegt, ob ich die beiden Teile wirklich einbauen soll. Hab von Elektronik keinen Plan, bis auf Plus und Minus… Hab mich dann aber dafür entschieden, weil die Maschine so schön klein ist. Alle nennenswert besseren Maschinen, die ich gefunden hab, sind größer (Ascaso Dream PID) oder ähnlich klein aber viel zu teuer (Zuriga).
    Und wenn der Umbau in die Hose geht, hätte ich eben 129 Euro für eine neue Maschine in den Sand gesetzt.

    Die Teile habe ich über die Bestell-Links aus den Videos von Toms Coffee Corner (Manometer) und Lance Hedrik (Gaggia Dimmer Mod) geordert.
    Ich wollte, dass Manometer und Dimmer-Drehknopf richtig IM Gehäuse eingebaut sind, und nicht wie in den Videos aussen drauf sitzen. Daher hab ich zusätzlich noch eine „Lochsäge“ mit Zentrierbohrer gekauft, um das Loch für das Manometer ins Gehäuse zu bohren. Das ging erstaunlich gut und sauber. Allerdings hatte der Händler ums Eck nur einen in 41mm, was etwas zu groß ist. 40 oder 40,5 mm wären wahrscheinlich perfekt.
    Diese kegelförmigen Lochbohrer würde ich nicht verwenden, da sie keine sichere Zentrierung gewährleisten. Das ist aber sehr wichtig, da es für das Loch eigentlich nur eine gute Position im Gehäuse gibt.
    Beim Bohren der Löcher auf jeden Fall immer zuerst ein kleines Loch bohren (2-3mm) und dann stufenweise größer werden. Das dauert zwar länger, dafür gibts aber ein sauberes Ergebnis.
    Nach einem durchbastelten Abend und ersten Bezügen: Der Druck lässt sich nun genau einstellen, zwischen 4 und 12 bar ist alles drin. Neben dem Spaß-Faktor haben sich auch Optik (schönere Crema) und noch wichtiger, der Geschmack verbessert (weniger bitter).

    Schade, dass man hier keine Bilder einstellen kann, sonst könnte ich Bilder von innen und aussen zeigen.
  • Super Gustav!

    Freut mich riesig, dass alles geklappt hat. Die Maschine macht um so viel mehr Spaß seit dem.

    Wünsche allen ein schönes und genussreiches Wochenende
  • Welche Upgrades waren sinnvoll?

    Das 2er Sieb von Graef war eine gute Investition. Allerdings habe ich nicht den schwarzen Einsatz im Siebträger komplett entfernt sondern lediglich um 1,2 cm gekürzt. So passen alle meine Siebe und ich habe kein blöd tropfendes drittes Loch. Einen bodenlosen Siebträger habe ich zwar auch, bin aber wahrscheinlich (hoffentlich noch) nicht gut genug um damit keine Sauerei zu produzieren. Deswegen liegt er meistens in der Schublade.
    Die Rancillio Dampflanze war leider ein Fehlkauf für mich. Die Spitze mit den drei Löchern hat zu wenig Power und die mit einem Loch zu viel Power. Viel besser fand ich den Aufsatz der Original-Dampflanze abzunehmen und mit einem Kabelbinder die Gummitülle zu befestigen. Werde ich wahrscheinlich wieder zurückbauen.

    Welche Kaffees schmecken Dir mit der Dedica am besten?

    Der Illy Espresso (rot). Ich versuche es immer wieder mit anderen Bohnen, komme aber immer wieder darauf zurück.
  • Hey Kalle,
    danke für deinen Kommentar mit Erfahrungsbericht. Herzlich, Benjamin
  • Hallo Benjamnin,
    Danke für euren super Videos. Mein Haushalt wird schrittweise kleiner und damit meine Zielvorgaben. Ein Vorschlag: Thema: kleinste Maschine mit 58 mm Siebträger für sehr guten Espresso. Könnt ihr dazu bitte ein Video machen und verfügbaren "Verdächtigen" vergleichen?
    Danke für alle Upgrade-Tipps. Pumpendrehzahl Manometer- und Dimmer-Mods werde ich demnächst ausprobieren. Gibt es Bezugsquellen für einen guten möglichst schweren verchromten Siebträger?
  • Hallo Benjamin!

    Habe am Wochenende eine Drehzahlregelung in for Dedica verbaut (https://www.amazon.de/dp/B07QBKL3YL/ref=cm_sw_r_apan_i_936ZTSQ8EBH7Y1HF4T7M?_encoding=UTF8&psc=1). Die Platine hat unter der Hauptplatine Platz gehabt. Die Kabel wurden verlängert und nach oben geführt. Den Drehregler habe ich samt Druckmanometer (auf Youtube beschrieben in Tom's Coffee Corner) auf die rechte Seite gepflanzt. Jetzt kann ich den Druck der Dedica lustig rauf und runter drehen. Endergebnis: kein Channeling mehr bei eingestellten 8.5 Bar und die Sage Smart grinder Pro ging runter von Stufe 13 auf Stufe 7-8 bei gleichem Output. Aber der Geschmack ist jetzt eine ganz andere Welt und die Dedica pumpt viel leiser. Eventuell macht ihr mal ein Video über so ein Modding. Die Maschine geb ich jetzt nicht mehr her. ;-)

    Gruß

    Christian
  • Hi Christian, das hört sich klasse an! Kannst Du genauer zeigen, wie Du die Sachen verbaut hast? Das würd ich gern versuchen nachzumachen. Bin technisch und handwerklich gut, hab aber von Elektronik keinen Schimmer… meinst Du, das klappt?
    Vielen Dank und Grüße,
    gustav
  • @ gustav:
    Schau dir mal das Video an! Da wird genau beschrieben, wie du das Druckmanometer verbaust. https://youtu.be/Scsm9Vw6JrA
    In der Beschreibung sind die günstigsten Bestelllinks. Such nicht lange und bestelle genau dort. Hab da echt Zeit verschwendet.
    Von der Hauptplatine geht ein Stecker mit der Beschriftung PUMP weg. Das Kabel ist braun und dicker, soweit ich noch weiß. Das ist der Pluspol, den du in die Platine der Drehzahlregelung gehen lässt. Dann hast du ein paar Kabel von der abgehen mit der Bezeichnung Line. Da sollte der Minuspol in die Regelung rein gehen. Von der Regelung gehst du dann mit den Originalkabel zur Pumpe weiter. Die Verbindung zum Drehregler ist zu kurz. Regler ablöten, Klingeldraht kaufen und 3 Stränge mit ca. 20cm als Verlängerung an den Drehregler löten. Jetzt reicht es auch bis in die obere Kammer. 8mm Bohrung an einer dünnen (wichtig, da das Gewinde des Drehreglers kurz ist!) Stelle in der Seite und montieren. Fertig. Viel Glück mit dem Umbau!!!
  • Das klingt super interessant. Werde das glaube ich auch mal versuchen. Wird nach der Modifikation eigentlich auch der Dampfdruck reduziert?
  • Der Druck verändert sich nicht. Der Widerstand verändert sich aber, je nach Lochanzahl bzw. Düse.
  • Hallo Moritz, Hallo Helmut,

    ich nutze folgende Dichtung von Toom: https://toom.de/p/dichtungen-fuer-flaschensiphons-44-x-55-mm-3-stueck/5485799

    p.s: Sorry für die falsche Größenangabe

    Ich dichte den Zwischenraum vom Sieb zum Siebträger ab, indem ich die Dichtung an der Unterseite des Siebes befestige. Das Sieb ist für meinen bodenlosen Siebträger ist etwas zu breit, sodass ich die Drahthalterung aus dem Siebträger entnehmen musste. Ohne die Halterung sitzt das Sieb jedoch nicht richtig im Siebträger und das Wasser schließt einem um die Ohren, was durch die Dichtung verhindert wird. Die Dichtung ist zwar etwas dick, was das einspannen des Siebträgers ein wenig erschwert, aber es funktioniert.

    Die Siebe von Graef habe ich mir auch gekauft, hat bei mir allerdings auch nicht funktioniert. Meine Theorie bleibt die große Fläche des Siebes. Die doppelten Siebe habe ich nicht ausprobiert, da ich einfache Espressi bevorzuge. Außerdem sind die meisten 1-Tassen Siebe so tief, dass wenn ich nicht grade 11-12gr für einen Singleshot verwende der Kaffeepuck matschig wird und sich die Extraktionszeit trotzdem nicht regulieren lässt. Das ist zumindest meine Erfahrung.

    Ich hoffe ich konnte weiterhelfen, einen schönen Tag.
  • Ich habe mit dem Drück gespielt, wie es hier geschrieben wurde:
    https://www.reddit.com/r/espresso/comments/tbcm2j/delonghi_ecp_dedica_style_opv_mod/

    Danach konnte ich eine ganze Stufe feiner gehen (niche zero), sodass Bezugszeit und Ratio wie vorher bleiben. Und das hat besser geschmeckt (hoffentlich ist es kein Placebo :D )

    Andere interessante mods: auf jedem Fall dimmer mod. Und nicht nur für Dedica, sondern auch für andere teurere (1000+ eur) Ulka Maschinen — wie sinnvoll und nachhaltig wäre es?
  • Mit dem Druck habe ich auch am Wochenende herumgespielt. Habe aber eine Drehzahlregelung von Amazon für die Pumpe eingebaut, so wie Lance Hrndric es bei der Gaggia auf YT vorgeschlagen hatte, und zusätzlich über ein T-Stück, dass ich im Auslass-Schlauch eingefügt habe, ein Druckmanometer für die Kontrolle angeschlossen (gesehen bei Tom's Coffee Corner auf YT). Konnte danach mit der Sage Mühle von Stufe 12 auf Stufe 7 runtergehen und habe bei ca. 8.5 bar keinen waagerechten Bruch im Kaffeepuck oder Channeling mehr. Der Kaffee kommt wunderschön gleichmäßig und die Dedica ist wesentlich leiser. Billiges Tuning mit großer Wirkung.
  • Christian, klingt super!
    Kannst Du bitte die Links für alle Teilen hier posten?
  • Leider ist die Dedica meiner Ansicht nach nicht wirklich für guten Espresso zu gebrauchen. Es hat sicher auch einen Grund, das die Maschine mit diesen Doppelsieben ausgeliefert wird, da das ganze Konzept der Maschine ja darauf basiert. Nutzt man das Graef-Doppio-Sieb, ist es definitiv nicht möglich, trotz guter Mühle und feinstem Mahlgrad eine gute Ratio zu erzeugen, da die Laufzeit immer zu kurz ist oder am Ende zu viel Espresso in der Tasse landet. Dazu würde man einen Mahlgrad oder eine Kaffemenge benötigen, die das Sieb oder die Mühle (Sage SmartGrind) nicht leisten können. Mein Ziel und mein Anspruch sind es nicht, einen in irgendeinerweise trinkbaren Espresso zu produzieren, sondern es sollte schon ein gewisser Anspruch gewahrt bleiben.
  • Ich nutze die Dedica mit einem anderen, bodenlosen Siebträger, Barista Waage und 1zpresso JX-Pro und hatte bis jetzt mit 3 verschiedenen Kaffees immer eine über den Mahlgrad schön justierbare Ratio. 17,5g im Sieb, 25-30 Sek Laufzeit, ca 40g in der Tasse.
  • Hi, ich bin durch eure Videos auf die DeLonghi aufmerksam geworden und habe dazu eine Sage Dose Control Mühle. Das Sieb habe ich gegen das der Sage getauscht (einwandiges Doppelsieb)
    Ich hab gerade angefangen, bekomme aber keine vernünftigen Espressi hin. Sie sind alle zu sauer, selbst bei feinem Mahlgrad.
    Darüber hinaus ist die Extraktionszeit immer viel zu kurz.
    Daher meine Frage: Wie wird die Wassermenge korrekt programmiert. Mit Siebträger? Ohne Siebträger? Ich hab es "ohne" auf die BrewRatio 1:2.5 eingestellt (42ml), bekommen dann aber bei der Extraktion nur rund 25-28ml ins Glas. Woran kann das liegen?
    Danke euch
  • Moin Bengt,
    bei der dedica kannst Du nur die Zeit, nicht die ml programmieren. Wieviele ml in der programmierten Zeit bezogen werden, hängt dann von Kaffeemenge und Mahlgrad ab. Da musst Du dich langsam rantasten.
    Grüße,
    gustav
  • Moin Gustav
    Sorry, wenn ich Dir widerspreche.
    Ich bekomme
    - mit Siebträger ohne Sieb - 52 gr in 13 sekunden
    - mit leeren 2 Tassen Doppelbdensieb - 51 gr in 19 sekunden
    - mit gefüllten, getamperten Sieb - 52 gr in 25 sekunden
    Das heisst, die Delonghi misst das Volumen, nicht die Zeit.

    Grüße
    Helmut
  • Hallo Zusammen,

    Ich habe ebenfalls die Dedica umgebaut. Dampflanze von Ranicilio, was wirklich ein super Update ist.

    Den Siebträger habe ich durch einen von A… ersetzt und nutze das 2er Graef Sieb. Als Mühle habe ich die C40. Kaffee Nutze ich gerade den Ganyo von CC. Mein Rezept hierzu ist wie folgt.

    15g Kaffee 7Clicks an der C40 bei 1:2,5 Ratio geben ca. 37,5ml in ca. 28sek.

    Ich denke hier kann man definitiv viel rumprobieren. Helle Röstungen habe ich noch nicht probiert.

    Freue mich aber auch auf einen Austausch mit euch allen. Was Kaffee angeht den man in der Dedica am besten verwenden kann.

  • Habe die Maschine mit dem Siebträger inkl Sieb von Amazon probiert. Das hat bei mir leider gar nicht funktioniert.
    Ich nutze eine ROMMELSBACHER EKM 200 Mühle und es scheint so, als wäre Espresso in dieser Kombination unmöglich :(
    Auf Stufe 3/9 (1 = ganz fein), war die Extraktion viel zu schnell. Habe sie dann auf 1 gestellt und hatte nach 4 Versuchen immer noch Spritzen und Unregelmäßigkeiten -.- das ganze habe ich mit einem 51mm Tamper und 10kg Druck durchgeführt
    Hab das ganze Paket dann wieder zurück geschickt. Sehr schade!
  • Ich bin durch eure Videos auch auf die bodenlosen Siebträger aufmerksam geworden. Jedoch hatte ich auch das Problem, dass selbst bei feinstem Mahlgrad (Baratza Sette 270) die Extraktionszeit viel zu kurz war. Nach langer Recherche habe ich das Sieb der Delonghi EC 145 (https://www.juraprofi.de/DeLonghi-Ersatzteile/Bruehgruppe-und-Antrieb/1-Tassensieb-fuer-DeLonghi-Espressomaschinen::17356.html) entdeckt. Ich denke dadurch das die Fläche des Siebs kleiner ist, ist es überhaupt möglich, eine akzeptable Extraktionszeit zu erreichen. Das Sieb habe ich im Siebträger zusätzlich mit einer 44x48x8mm O-Dichtung abgedichtet und siehe da, es kommt ein sehr leckerer Espresso mit ordentlicher Extraktionszeit (20-24sek.) bei einer Ratio von 1:3 heraus.

    Auch von mir vielen Dank für die tollen und sehr informativen Videos.
  • Hi Maurizio,
    hast du vielleicht auch einen Link zu einem passenden O-Ring? Habe nichts mit den Angaben gefunden :(. Und könntest du nochmal erklären, wofür genau der eingesetzt wird?
    Einen kleineren Sieb finde ich sehr interessant.
  • Hallo Maurizio
    Danke für den Tipp.
    Hast du auch das 2 Tassen Sieb ausprobiert?

    Ich habe mir die GRAEF Siebe bestellt und bekomme damit keine vernüntige Zeit hin (Sage smart grinder pro).
    Helmut

  • Hallo zusammen.
    Ich habe mir zusätzlich zur dedica noch einen bodenloser Siebträger 18g und die Mühle Sage pro gekauft. Mit der Dosierung und der extraktionszeit habe ich auch schon 2 Monate experimentiert und bin meistens zwischen 25-28s Brühzeit für einen doppelten Esspresso. Mein Problem ist die Säure im Espresso, die ist einfach immer da meist eher penetrant so das Sie die anderen Geschmäcker verdrängt. Habe auch schon verschiedene Bohnen probiert die Säure bringe ich jedoch nicht weg beziehungsweise kriege ich sie nicht so reduziert wie ich es gerne hätte. Fals jemand noch eine Idee hat würde ich mich freuen meinen nächsten Espresso zu geniessen und nicht das Gesicht zu verziehen.

    Mfg Marco
  • Hallo zusammen,

    Zunächst möchte ich mich bei euch für die tollen Videos bedanken. Die sind wirklich gut gemacht und sehr lehrreich. Ich habe die Dedica dieses Weihnachten bekommen und nun schon den ein oder anderen Versuch gestartet, und dabei versucht euer Rezept so gut wie möglich umzusetzen. Gelungen ist es mir aber leider noch nicht. Mein Hauptproblem ist, dass ich bei gewünschter Brew-Ratio nicht auf die Extraktionszeit von ca 25 Sek komme, sondern deutlich darunter liege. Ich nutze die Rommelsbacher Kaffeemühle mit integrierter Waage. Ich nutze ca 12 g Pulver. Wenn ich hier nun um die Extraktionszeit zu erhöhen nun den Mahlgrad verfeinere, dann verstopft der Sieb und die Maschine kann nicht genügend Druck aufbauen um Wasser durch den Kaffee zu befördern. Bei nur einer Stufe gröberem Mahlgrad ist dann wie oben beschrieben nach 15-20 Sekunden schon die Brew-Ratio erreicht.

    Ich muss dazu sagen, dass ich aktuell nur die Originalteile verwende, also auch den Sieb mit Fake-Crema-Loch und den Plastik-Tamper. Erweiterungen sind bestellt, aber noch nicht da.

    Habt ihr eine Idee, was ich tun könnte, um das Verstopfen der Maschine zu verhindern und dennoch die Extraktionszeit erhöhen kann?

    Wäre über jeden Tipp extrem dankbar!

    Viele Grüße
    Moritz
  • Hi Moritz,
    ich denke, dass du diese Siebe einfach nicht verwenden solltest. Deine Mühle kenne ich nicht, daher kann ich auch nichts dazu sagen.
    Bei mir passt das Sieb von Graef besser, als das 5 EUR no-name Produkt. Bei letzterem sitzt der Siebträber ziemlich schwergängig in der Maschine. Das Sieb von Graef passt super. Ich benutze es meistens mit 15 g Kaffeepulver.

    Mich würde aber auch einmal interessieren, ob bei Euch folgendes Phänomen ebenfalls zu beobachten ist: Wenn ich einfach mal zwei Bezüge nacheinander (Abstand 1 bis 2 Minuten) mache, kommt bei dem zweiten zwischendurch sehr viel Dampf. Zu sehen ist das schön, wenn man die Bezüge mal ohne den Siebträger macht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das so richtig oder gut für den Kaffee ist. Ein Leerbezug durch den ST, um diesen auf Temperatur zu bekommen, ist daher wohl schlussendlich auch nur teilweise hilfreich. Die Temperaturkonstanz ist offenbar wirklich der Schwachpunkt der Maschine.

    Zu dem Post von Martin: Ich habe den Workflow so eingerichtet, dass ich die Tropfschale gar nicht benötige und immer die Tasse auf die flache Schale darunter stelle. So habe ich auch Platz für Waage und Tasse unter dem ST.

    VG
    Ingo
  • Hi Ingo,

    danke für die schnelle Antwort. Ich habe mir den für wenige Euro bestellt, weil ich den Graef nicht mehr finden konnte. Hast du mir dazu einen Link? Ich glaube der Link wurde beim Youtube-Video entfernt.

    Die Entwicklung von besonders viel Dampf ist mir bisher nicht aufgefallen. Ich achte mal darauf und melde mich wieder, sollte ich das ebenfalls beobachten.
  • Hi Moritz,
    das hört sich für mich so an, als wäre die Stufung deiner Mühle zu grob. Wie weiter unten geschrieben, nutze ich die Eureka Specialita, die du stufenlos und extrem feinfühlig einstellen kannst. Und die dedica braucht eine ganz präzise Mahlgrad-Einstellung, ist quasi eine Mahlgrad-Zicke.
    Gruß, gustav
  • Hi,
    ich verfolge seit einigen Wochen den Blog und den YT-Kanal der Kaffeemacher:innen. Vielen Dank an das ganze Team für die vielen toll aufbereiteten Informationen! Bei dem Videokanal besteht aber die Gefahr des Binge-Watchings ;-)


    Die Dedica habe ich mir vor ein paar Wochen gekauft als Einstieg in das Thema Siebträger. Zum Üben habe ich mir ein Kilo Moreno Caffe Espresso (100 % Arabica) vom Discounter geholt. Dabei handelt es sich um eine recht dunkle Röstung. Die Dedica betreibe ich in Kombination mit einer Eureka Specialita. Die Dedica habe ich auf Temperaturstufe 3/3 eingestellt.

    Vorab: Meine Erfahrungen mit der Dedica decken sich weitestgehend mit denen, die Martin geschildert hat.


    >>Welche Upgrades waren sinnvoll?
    Die originalen Siebe habe ich nicht ausprobiert. Mit dem bekannten 2er Sieb von Graef habe ich gute Erfahrungen gemacht. Die Dampflanze habe ich auch getauscht. Mit der originalen konnte man auch irgendwie Milchschaum machen. Dabei wurde aber bei der Einstellung "Cappuccino" m.E. zuviel Luft zugeführt. Die nachgerüstete klassische Milchlanze ist schon irgendwie präziser, was das Ziehen und Rollen angeht.
    Als Zubehör habe ich einen Tamper und einen Leveler. Den Boden vom Siebträger habe ich nicht abgesägt, aber der Kaffeepuck zeigt bei mir inzwischen nach dem Bezug keine Anzeichen von Chanelling an der Oberfläche.


    >>Welche Kaffees schmecken Dir mit der Dedica am besten?
    Das ist jetzt spannend.
    Die Dedica habe ich auf Temperaturstufe 3 eingestellt. Wie oben beschrieben, habe ich mir zum Start dunkel geröstete Bohnen vom Discounter geholt. Mit dem Standardrezept der Kaffeemacher:innen (15 g im 2er Graef-Sieb, Brew Ratio 1:2,5 bei 25-30 Sekunden Bezug) hatte ich zu meiner Überraschung nach weniger als 10 Bezügen einen wirklich leckeren Espresso. Auch als Cappuccino einfach lecker, weder Säure noch Bitterkeit überwiegen, der Espresso oder der Cappuccino (mit einer guten Vollmilch) schmecken nussig schokoladig.
    Das Kilo Bohnen ist schon weg, Ausreißer hatte ich geschmacklich bei keinem Bezug. Klasse!

    Als nächstes habe ich mir den Apas und den Decafe Sueno von den Kaffeemacher:innen bestellt.
    Um es kurz zu machen: Da war nichts zu holen: Feiner gemahlen, gröber gemahlen, Brew Ratio 1:2 bis 1:3, man konnte keinen einzigen Schluck trinken ohne das Gesicht zu verziehen. Meistens war die Säure zu krass, manchmal auch die Bitterkeit. Ich gehe hier NICHT davon aus, dass das ein Problem der Kaffeesorten ist. Die gleiche Erfahrung habe ich auch mit einem Lavazza Espresso gemacht. Alle drei Sorten eint, dass sie (deutlich) heller geröstet sind, als meine ursprünglich verwendeten Espressobohnen.
    Meine laienhafte Vermutung ist, dass die Dedica einfach nicht die erforderliche Temperatur liefert, auch nicht auf der höchsten Einstellung. Ob es hier eine Serienstreuung gibt, oder ob die Maschine so gebaut ist, weiß ich natürlich nicht. Aber den Post von Martin kann ich jedenfalls bestätigen.
    Ich werde mir daher nochmal ein Kilo der dunklen Bohnen vom Discounter holen (leider).


    >>Welche Erfahrungen habt ihr mit der Delonghi Dedica EC685 gemacht? Was funktioniert gut und was macht die Maschine nicht so gut?
    Das Wesentliche steht oben. Ich finde toll, wie schnell die Maschine aufheizt. Vor dem ersten Kaffee mache ich aber immer einen Leerbezug durch den Siebträger. Auch das Umschalten auf Dampf geht sehr schnell. Der Abkühlprozess braucht halt ein bisschen Betreuung, aber das ist konstruktionsbedingt nun mal so. Die Dedica ist super kompakt und lässt sich daher gut in der Küche platzieren - ja Michel, in der Küche ;-).

    Aus meiner derzeitigen Sicht ein tolles Gerät, sofern man explizit nur dunkle Röstungen verwendet. Müsste ich Punkte vergeben, würde ich für die Zubereitung mit der Dedica bei der dunklen Röstung 9 von 10 Punkten vergeben und bei den hellen Röstungen 2 von 10 Punkten. So krass ist m.E. der Unterschied.

    Da ich aber auch kein erfahrener Barista bin, nehme ich Verbesserungsvorschläge und Kritik gerne entgegen :-) Schön wäre es, wenn man noch eine weitere Einstellmöglichkeit der Temperatur hätte...

    VG
    Ingo
  • Hey Ingo, Vielen Dank für Deinen Erfahrungsbericht.
  • Moin Ingo, moin Kaffeemacher,
    meinen Espresso mache ich derzeit mit der Kombi dedica/Mignon Specialita. Die Mühle ist spitze, schön leise, schnell und das Ergebnis ist jedesmal identisch. Und zwar in Sachen Mahlgrad und auch Menge.
    Nun zur Dedica: Ich verwende das Graef 2er-Sieb und einen vernünftigen Tamper.
    Deine Beobachtungen kann ich 100% bestätigen. Mit dunklen Röstungen und höchster Temperatur gibts sehr gute Espressi. Aber je heller die Röstung, desto übler wirds. Im Cappuccino gehts noch gut, aber pur echt nicht zu trinken.
    In Sachen der Abstimmung von Mahlgrad/Bezugszeit/Menge ist die dedica ne ganz schöne Zicke. Ich kriege die gewünschte Ratio hin, und kann sie auch reproduzieren. Dafür war aber echte Millimeterarbeit an der Mahlgrad-Schraube nötig. Danach sollte man al besten nie wieder die Bohnensorte wechseln …
    Außerdem ist das Sieb auch immer noch zu klein. Wenn ich 15g hineinfülle, sehe ich auf dem Puck den Abdruck der Duschschraube. 13-14 g gehen m.E. maximal rein. Etwas wenig für meinen Geschmack.
    Denke gerade über eine Ascaso Dream PID nach… das wärs wohl.
    Grüße, gustav
  • Huhu,

    bin gerade eher zufällig auf den Blogpost gestoßen, als ich was ganz anderes auf Eurer Seite gesucht habe. Wurde der nirgendwo (youtube, insta) angekündigt oder ist das an mir vorbei gelaufen???

    Ich habe die EC685 nun seit gut zwei Jahren im täglichen Gebrach und werde mich mal an einer Art kleinem Fazit anhand der Fragen versuchen...

    Vorweg: Die Maschine war und ist mein Einstieg in die Espressowelt. Mir fehlen also direkte Vergleiche zu anderen Maschinen. Aktuell wird sie für zwei morgendliche Cappuccini und manchmal noch den ein oder anderen Espresso über den Tag genutzt. Als Mühle steht der Dedica eine Niche Zero zur Seite. Geile Kombo - ich weiß. :D

    >>Welche Erfahrungen habt ihr mit der Delonghi Dedica EC685 gemacht? Was funktioniert gut und was macht die Maschine nicht so gut?

    Grundsätzlich bin ich nach wie vor sehr angetan von dem, was die Dedica für relativ günstiges Geld (hab sie für ca. 120 Euro geschossen) bietet. Espresso klappt mittlerweile recht zuverlässig, Milchschaum (Hafermilch) klappt auch noch mit einer Doppelportion vertretbar gut. Dauert halt seine Zeit.
    Schade finde ich die fehlende Konstanz. Zwar habe ich mich mittlerweile gut eingespielt, aber hin und wieder gibt's bei gleichem Malgrad und gleicher Dosis doch recht unterschiedliche Ergebnisse in Durchlaufzeit, Endmenge und Geschmack.
    Die Leistung beim Milchschäumen reicht gerade noch aus, um zwei Tassen Cappuccino gleichzeitig hinzukriegen. Ein bisschen mühsam ist es allerdings schon.
    Was gar nicht geht und mich zur Zeit nur noch nervt, ist die mini-Tropfschale, die ich ständig ausleeren muss und vor allem die viel zu kleine Fläche, um Tassen unter den Siebträger zu stellen, sowohl in der Höhe, als auch in der Breite. Zwei Cappuccinotassen nebeneinander (mit oder ohne Waage) sind echt jedes Mal ein fieser Akt. Mir ist schon mehr als einmal eine der Tassen durch die Vibration beim Bezug abgestürzt. Und wenn ich eine Waage benutze, muss ich die eine Tasse jedes mal sehr unschön unter den Siebträgerauslauf drunter basteln. Hier könnte sich gern mal jemand was einfallen lassen, dass man günstig im 3D-Drucker produzieren kann (mehr Breite, dafür flacher).

    >>Welche Upgrades waren sinnvoll?

    Ganz klar: zunächst ein einwandiges Sieb (Graef) im mitgelieferten Siebträger. Mittlerweile bin ich allerdings noch auf einen neuen Siebträger mit schönem Holzgriff aus China gewechselt, der ein eigenes größeres Sieb im Lieferumfang hatte - möchte ich nicht mehr missen und kostete insgesamt nicht viel mehr, als die Graef-Siebe einzeln.
    Darüber hinaus: die ausgetauschte Dampflanze wie in eurem Video gezeigt mit Ein-Loch-Düse...schäumt vertretbar gut und lässt sich viel besser reinigen, als das komische Originalteil.

    >>Welche Kaffees schmecken Dir mit der Dedica am besten?

    Dunkle Röstungen. Momentan ein Kaffee aus Kamerun von nem kleinen Röster gleich um die Ecke. Eigentlich alle Versuche mit helleren Röstungen waren geschmacklich am Ende nicht überzeugend.
    Von Euch habe ich bisher den Dreispitz und den Apas probiert. Das, was nach vielen Versuchen am Ende raus kam, war leider nur saure Brühe. Meine Freundin war sogar einmal der Meinung, ich hätte noch Maschinenreiniger drin gehabt. Keine Ahnung, was da schief gelaufen ist, habe dann auf weitere Experimente verzichtet.

    Freuen würde ich mich, wenn Ihr noch mal ein Video zum Temperatursurfing der Dedica machen könntet. Momentan orientiere ich mich an den Tipps, die Ihr für die Smeg gegeben hat, da das ja ein baugleiches Innenleben zu sein scheint. Ob das aber so passt, kann ich leider mangels Technik nicht nachmessen.

    Abschließend und als kleines Resümee kann ich sagen, dass ich die Maschine durchaus mag, weil sie mir den Einstieg in die Kaffeewelt ermöglicht hat, vertretbaren Espresso produziert und im Preis-Leistungs-Verhältnis immer noch echt gut ist. Zum Kaufzeitpunkt und ohne jegliche Erfahrungen im Bereich Kaffee oder Espresso fand ich sie unheimlich teuer und hätte unter keinen Umständen mehr für eine Espressomaschine ausgegeben. Dass man durchaus für den Hausgebrauch auch vierstellige Summen anlegen kann und ich das mittlerweile sogar selbst nicht mehr auschließen würde, wäre mir damals völlig absurd vorgekommen - wie sich die Dinge doch ändern. So bot und bietet sie mir die Gelegenheit, mich ein bisschen in die Materie einzuarbeiten, mich überhaupt erst einmal mit Kaffee in seinen vielen Facetten zu beschäftigen und daraus fast schon ein neues Hobby zu entwickeln. Klar hat sie nicht die Konstanz, die Einstellmöglichkeiten oder die Power von großen Maschinen, aber trotzdem kann man mit ihr vertretbar guten Espresso machen, an dem sich eine Vielzahl von teilweise echt teuren Restaurants gern mal ein Beispiel nehmen dürften. ;)
    Trotzdem freue ich mich drauf, die Dedica irgendwann in zu ersetzen. Bisher hat mich allerdings noch keine (bezahlbare) Espressomaschine ausreichend überzeugt. So verrichtet die EC685 vorerst weiter ihren täglichen Dienst und ich versuche weiter an ihr zu lernen und warte gespannt auf weitere Testvideos von Euch. :)

    In dem Zusammenhang sage ich mal ein großes DANKE für Eure Videos, die mir viel beigebracht haben...tolle Arbeit!
  • Huhu,

    bin gerade eher zufällig auf den Blogpost gestoßen, als ich was ganz anderes auf Eurer Seite gesucht habe. Wurde der nirgendwo (youtube, insta) angekündigt oder ist das an mir vorbei gelaufen???

    Ich habe die EC685 nun seit gut zwei Jahren im täglichen Gebrach und werde mich mal an einer Art kleinem Fazit anhand der Fragen versuchen...

    Vorweg: Die Maschine war und ist mein Einstieg in die Espressowelt. Mir fehlen also direkte Vergleiche zu anderen Maschinen. Aktuell wird sie für zwei morgendliche Cappuccini und manchmal noch den ein oder anderen Espresso über den Tag genutzt. Als Mühle steht der Dedica eine Niche Zero zur Seite. Geile Kombo - ich weiß. :D

    >>Welche Erfahrungen habt ihr mit der Delonghi Dedica EC685 gemacht? Was funktioniert gut und was macht die Maschine nicht so gut?

    Grundsätzlich bin ich nach wie vor sehr angetan von dem, was die Dedica für relativ günstiges Geld (hab sie für ca. 120 Euro geschossen) bietet. Espresso klappt mittlerweile recht zuverlässig, Milchschaum (Hafermilch) klappt auch noch mit einer Doppelportion vertretbar gut. Dauert halt seine Zeit.
    Schade finde ich die fehlende Konstanz. Zwar habe ich mich mittlerweile gut eingespielt, aber hin und wieder gibt's bei gleichem Malgrad und gleicher Dosis doch recht unterschiedliche Ergebnisse in Durchlaufzeit, Endmenge und Geschmack.
    Die Leistung beim Milchschäumen reicht gerade noch aus, um zwei Tassen Cappuccino gleichzeitig hinzukriegen. Ein bisschen mühsam ist es allerdings schon.
    Was gar nicht geht und mich zur Zeit nur noch nervt, ist die mini-Tropfschale, die ich ständig ausleeren muss und vor allem die viel zu kleine Fläche, um Tassen unter den Siebträger zu stellen, sowohl in der Höhe, als auch in der Breite. Zwei Cappuccinotassen nebeneinander (mit oder ohne Waage) sind echt jedes Mal ein fieser Akt. Mir ist schon mehr als einmal eine der Tassen durch die Vibration beim Bezug abgestürzt. Und wenn ich eine Waage benutze, muss ich die eine Tasse jedes mal sehr unschön unter den Siebträgerauslauf drunter basteln. Hier könnte sich gern mal jemand was einfallen lassen, dass man günstig im 3D-Drucker produzieren kann (mehr Breite, dafür flacher).

    >>Welche Upgrades waren sinnvoll?

    Ganz klar: zunächst ein einwandiges Sieb (Graef) im mitgelieferten Siebträger. Mittlerweile bin ich allerdings noch auf einen neuen Siebträger mit schönem Holzgriff aus China gewechselt, der ein eigenes größeres Sieb im Lieferumfang hatte - möchte ich nicht mehr missen und kostete insgesamt nicht viel mehr, als die Graef-Siebe einzeln.
    Darüber hinaus: die ausgetauschte Dampflanze wie in eurem Video gezeigt mit Ein-Loch-Düse...schäumt vertretbar gut und lässt sich viel besser reinigen, als das komische Originalteil.

    >>Welche Kaffees schmecken Dir mit der Dedica am besten?

    Dunkle Röstungen. Momentan ein Kaffee aus Kamerun von nem kleinen Röster gleich um die Ecke. Eigentlich alle Versuche mit helleren Röstungen waren geschmacklich am Ende nicht überzeugend.
    Von Euch habe ich bisher den Dreispitz und den Apas probiert. Das, was nach vielen Versuchen am Ende raus kam, war leider nur saure Brühe. Meine Freundin war sogar einmal der Meinung, ich hätte noch Maschinenreiniger drin gehabt. Keine Ahnung, was da schief gelaufen ist, habe dann auf weitere Experimente verzichtet.

    Freuen würde ich mich, wenn Ihr noch mal ein Video zum Temperatursurfing der Dedica machen könntet. Momentan orientiere ich mich an den Tipps, die Ihr für die Smeg gegeben hat, da das ja ein baugleiches Innenleben zu sein scheint. Ob das aber so passt, kann ich leider mangels Technik nicht nachmessen.

    Abschließend und als kleines Resümee kann ich sagen, dass ich die Maschine durchaus mag, weil sie mir den Einstieg in die Kaffeewelt ermöglicht hat, vertretbaren Espresso produziert und im Preis-Leistungs-Verhältnis immer noch echt gut ist. Zum Kaufzeitpunkt und ohne jegliche Erfahrungen im Bereich Kaffee oder Espresso fand ich sie unheimlich teuer und hätte unter keinen Umständen mehr für eine Espressomaschine ausgegeben. Dass man durchaus für den Hausgebrauch auch vierstellige Summen anlegen kann und ich das mittlerweile sogar selbst nicht mehr auschließen würde, wäre mir damals völlig absurd vorgekommen - wie sich die Dinge doch ändern. So bot und bietet sie mir die Gelegenheit, mich ein bisschen in die Materie einzuarbeiten, mich überhaupt erst einmal mit Kaffee in seinen vielen Facetten zu beschäftigen und daraus fast schon ein neues Hobby zu entwickeln. Klar hat sie nicht die Konstanz, die Einstellmöglichkeiten oder die Power von großen Maschinen, aber trotzdem kann man mit ihr vertretbar guten Espresso machen, an dem sich eine Vielzahl von teilweise echt teuren Restaurants gern mal ein Beispiel nehmen dürften. ;)
    Trotzdem freue ich mich drauf, die Dedica irgendwann in zu ersetzen. Bisher hat mich allerdings noch keine (bezahlbare) Espressomaschine ausreichend überzeugt. So verrichtet die EC685 vorerst weiter ihren täglichen Dienst und ich versuche weiter an ihr zu lernen und warte gespannt auf weitere Testvideos von Euch. :)

    In dem Zusammenhang sage ich mal ein großes DANKE für Eure Videos, die mir viel beigebracht haben...tolle Arbeit!
  • Hallo Martin,

    nur kurz: Du kannst die höhere Abstellfläche entfernen und die darunter liegende breitere/flachere verwenden! : ) Oder habe ich Dich falsch verstanden?

    Viele Grüße Ava
  • Coole Maschine für Einsteiger.
    Mit der Sage Smartgrinder und frischen Espresso Bohnen lecker.

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