G-Iota oder DF64 Test – Gekommen, um den Markt aufzumischen

G-Iota oder DF64 Test – Gekommen, um den Markt aufzumischen

Einzelportionen-Espressomühlen begeistern uns. Entsprechend positiv viel unser Test der Niche Zero aus. Doch die Niche frisst – nicht erst seit dem Brexit – ein gut 800 Euro tiefes Loch in den Geldbeutel. Eine ähnliche Perfomance für weniger Geld haben wir uns gewünscht. Und so viel Vorweg. Die G-Iota, die vielerorts auch als DF64 angeboten wird, füllt genau diese Lücke. Die DF64 kostet die Hälfte der Niche Zero, muss sich mit ihrer Leistung aber nicht verstecken.

In unserem Testbericht beleuchten wir die Mühle mit alle ihren Facetten, geben den einen oder anderen Tipp und wagen auch einen ersten Vergleich zu den 23 anderen Espressomühlen, die wir derzeit testen.

Einzelportionen oder Single Dosing – was ist das?

Espressomühlen erleben heute ihre 2. Evolution, die mittlerweile auch auf dem Heimmarkt angekommen ist. Die 1. Evolution war der Schritt vom "Vorratsbehälter" oder "Dispenser" zur Direktmahlmühle oder "Grind on demand". Anstatt größere Mengen Kaffee vorzumahlen und im Dispenser zu haben, wurde direkt in den Siebträger gemahlen. Ein erster Schritt zu mehr Frische und weniger oxidierten Kaffees war das Ergebnis.

Heute durchlaufen wir die 2. Evolution, mit dem Schritt zu Einzelportionen-Mühlen. Denn noch immer steht und stand ein größerer Teil des Kaffees für Sauerstoff und Licht exponiert im Bohnenbehälter. Das Einzelportionen oder Single Dosing Prinzip durchdringt den Markt und es geht so: ein Home Barista wiegt die gewünschte Kaffeemenge ab, gibt sie oben in den Aufnahmebereich und mahlt direkt in den Siebträger.

So wird möglich, dass Kaffees gewechselt werden kann. Für Gast A kann einfach ein Decaf gebrüht werden, während Gast B einen fruchtigen Espresso bevorzugt. Der Kaffee bleibt länger frisch, weil er im perfekten Gefäß aufbewahrt wird. Für den Home Barista erschließt sich durch das Abwiegen des Kaffees der Zusammenhang des Brühverhältnis und die Möglichkeit mit Rezepten zu spielen, tut sich auf.

Das muss eine Einzelportionen-Mühle können:

Die Mühle sollte keinen Totraum haben und das gesamte Mahlgut wieder ausspucken.

Das Brührezept muss gut einstellbar sein und der Mahlgrad sollte auch nach dem Verstellen, beim Zurückkehren auf den gleichen Markierungsbereiche, die gleiche Partikelverteilung ausgeben.

Kurz gesagt, Konstanz und Präzision sind wichtig!

blasebalg giota df64

Der Blasebalg der DF64 sorgt dafür, dass die Mühle keinen Totraum hat.

DF64 als Single Dosing Mühle

Die DF64 erfüllt die für eine gute Einzelportionenmühle notwendigen Kriterien sehr gut. Sie bedient sich dabei einiger Hilfsmittel, wie dem Blasebalg, aber im Endergebnis erreicht die Mühle ihr Ziel.

Wird die DF64 ohne Blasebalg verwendet, hat sie einen Totraum von 1,5 Gramm Kaffee. Das ist zwar im Vergleich zu vielen klassischen Mühlen ein gutes Ergebnis, für eine Einzelportionen Mühle nicht akzeptabel. Durch die Verwendung des Blasebalgs kann der Totraum jedoch auf nahezu 0 Gramm reduziert werden. Wir empfehlen, nach dem Ausmahlen der Hauptmenge Kaffee durch einige Blasebalg-Stöße das restliche Kaffeepulver aus dem Bereich hinter dem Flapper entfernen. Achtung: es kann dabei zu einem kraftvollen Stoß kommen, der auch einige Streuung von Kaffeepulver auf dem Tisch verursacht. Durch behutsame Stöße konnten wir das jedoch in der Regel vermeiden. So reduziert sich der Rückstand in der Mühle (Totraum oder Grind Retention) und die beispielsweise eingegebenen 18 Gramm Kaffee werden konsequent auch wieder ausgemahlen.

Auch bei der Präzision konnte die Mühle überzeugen. Es war für uns gut möglich, den Mahlgrad zu verstellen und zum gleichen Mahlgrad zurück zu kehren. Tatsächlich fehlt der Mühle eine gute Markierung des Mahlgrades. Kreative Köpfe haben für den 3D Drucker Markierungszeiger entwickelt, die gut funktionieren und sich z.B. bei Portalen wie Etsy auch bestellen lassen.

Ein entsprechendes Update kann die Mühle noch einmal verbessern bzw. die Bedienung erleichtern. Allerdings hatten wir keine Probleme, die Mühle wieder auf den gleichen Mahlgrad zu stellen. Tatsächlich war die Mühle beim Ver- und Zurückstellen präziser als viele andere Mühle in der Testreihe.

Somit können wir der DF64 oder G-Iota alles bescheinigen, was eine gute Single Dosing Espressomühle ausmacht!

mahlgrad df64

Espressoperfomance der DF64

Die Espressi aus der DF64 haben uns gut geschmeckt. Sie waren ausgewogen und verschiedene Betonungen ließen sich gut heraus arbeiten. Dier Partikelverteilung der Mühle gehörte zum soliden Durchschnitt. 

Espresso-Daten (T4): 

  • X50:  318,30 Micron
  • Feinpeak:  20,78 %
  • Hauptpeak:  247,58 Micron
g iota 2 3 4 7

Bedienung der DF64/G-Iota

Die Bedienung der DF64 haben wir schon im Kapitel der Einzelportionen-Fähigkeit mit behandelt. Grundsätzlich lässt sich die Mühle präzise und gute einstellen. Das große Mahlgradverstellungsrad läuft sehr leicht gängig und ermöglicht ein stufenloses Einstellen. Der große Durchmesser hat eine träge Übersetzung zur effektiven Verstellung des Mahlgrades. Das ist sehr positiv, im Gegensatz zu Mühlen wie der Eureka Specialità, bei der das kleine Einstellungsrad oft über den Punkt hinaus steuert.

Weitere Einstellungsmöglichkeiten hat die Mühle nicht. Es gibt einen An- und Aus-Knopf. Das wars.

Nicht zum klassischen "Einstellen" und Bedienungsumfang gehört das Alignment der Espressomühle. Einige Nutzerinnen und Nutzer berichten, dass ihre DF64 mit nicht perfekt aufeinander stoßende Mahlscheiben geliefert wurde. Das führt in der Folge dazu, dass das Mahlgut eine weniger präzise Partikelverteilung aufweist und es auch zu schnellerem Stumpfwerden der Mahlscheiben kommt. Die Position der Mahlscheiben lässt sich selbständig überprüfen und anpassen. Wir werden dazu ein Video drehen. Unter dem Stichwort Grinder Alignment befinden sich im Netz aber bereits einige Anleitungen. Bei unserem DF64 Modell waren die Mahlscheiben perfekt ausgerichtet.

Bei der Benutzung des Blasebalgs raten wir zu sorgfältigem und kontrolliertem Drücken, damit sich der Mahlgrad dabei nicht verstellt.

giota

Seitenansicht der G-Iota mit transparentem Dosierbecher, der direkt auf den Siebträger passt.

Größe, Gewicht und Äußeres

Elegant, schmal und schwer - so steht die G-Iota neben unserer Decent Espresso. Verfügbar ist sie in verschiedenen Farbmustern. Wir haben ein schwarzes und weißes Modell gekauft und getestet (wie alle Mühlen haben wir auch diese Mühlen zu Testzwecken selbst gekauft). Die Mühle gehört zu den schwereren Mühlen im Preissegment bist 500 Euro. 13 Kilogramm bringt die Mühle auf die Waage und steht damit sehr fest und solide. 30 mm Höhe, 130 mm Breite und eine Tiefe von 225 mm ergeben ein stimmiges Bild.

Mit der Mühle wird ein transparenter Dosierbecher geliefert. Der Dosierbecher passt gut in die Siebträgeraufnahme. Unser Becher hat beim ausklopfen einen kleinen Riss abbekommen. Benjamin und Michel waren sich bei der Beurteilung des Bechers uneins. Währen Michel den Becher gegen einen Metallbecher wechseln würde, schätzte Benjamin das transparente Design. Vor allem für Lern- und Schulungszwecke ist die Einsichtigkeit interessant, dadurch gut zu sehen ist, wie das Kaffeepulver sich im Siebträger verteilt.

Nicht nur der Dosierbecher passt in die Aufhängung, sondern auch alle üblichen Siebträger von Firmen wie Rocket, La Marzocco oder Slayer. Bei Siebträgern, die größere seitliche Wulste haben, kommt es zu Verschleiß der Gummi-Aufzieher. Diese können jedoch einfach ausgewechselt werden.

fazit df64

Fazit zur DF64 - G-Iota

Eine wirklich gute Mühle ist die G-Iota, die in unserem Test in fast allen Kategorien überzeugt. Lediglich in Sachen Geschwindigkeit gehört die Mühle mit nur 19,1 Gramm Output in 10 Sekunden zu den langsameren Mühlen. 

Die Lautstärke der Mühle befindet sich mit 83,2 Dezibel im Mittelfeld. Die Bedienung geht gut von der Hand und ist sehr präzise. Durch den Blasebalg wird der Totraum auf 0 reduziert. Damit ist die Mühle nicht nur als Single Dosing Mühle sehr gut unterwegs.

In Sachen Preis-Leistungsverhältnis kann die G-Iota mit einem Kaufpreis von rund 400 Euro überzeugen. Wie ihr auch unserem Video entnehmen könnt: wir sind sehr angetan von der DF64. Eine wirklich gute Espressomühle und sehr interessante Wahl als Einzelportionenmühle.

Und das ist noch nicht alles: wer die Mühle weiter verbessern möchte, der kann durch den Griff zu 64er SSP Mahlscheibe ein noch besseres Mahlgutergebnis erzielen. Ob das nötig ist und ob wir den Unterschied in einer Blinddegustation erkennen, das liefern wir euch als Ergebnis und Video nach. Geplant ist auch ein Direktvergleich mit Niche Zero und Eureka Single Dose.

<< zurück zum Blog

13 Kommentare

  • Wann kommt denn der angekündigte Direktvergleich mit Niche Zero und Eureka Single Dose???
  • Hey Michael, da können wir dir noch kein genauer Termin mitteilen. Ich hoffe du hast Verständnis. Gruss Pascal

  • Habt Ihr auch noch vor in nächster Zeit die G-Micron oder DF64P zu testen?
  • Hey Joerg, aktuell ist kein Test mit den beiden Mühlen geplant. Werden vorerst mal wieder mit Maschinen weiterfahren.

  • Hallo Benjamin,
    danke für Deine Antwort. Mit "dazu passen" meinte ich die Qualität des Mahlgutes. Wie ich in verschiedenen Videos von euch gesehen habe, erklärt ihr ja verschiedene Qualitätskriterien. So meine ich, macht es Sinn eine g-iota zur Lelit PL81T zu holen oder kann die Lelit garnicht das aus dem Kaffee rausholen, was die g-iota an Qualität des Mahlgutes bringt. Vielleicht kommt meine Frage deutlicher rüber wenn ich sage, dass ich mir zum Beispiel keine LelitMaraX holen brauche, wenn ich nur eine Delonghi KG521 habe. Empfiehlst Du mir die g-iota zur PL81T oder lieber eine andere Mühle. Oder die g-iota und eine andere Maschine, die aus dem Mahlgut der g-iota "Alles" rausholt.
    Beste Grüße, Andreas
  • Ein schöner Test, wie fast alles von euch. Ich hatte mir Anfang des Jahres eine Lelit P
    L81t und die Sette 270 zugelegt. Nun ist mir unter anderem die Sette 270 viel zu laut. Bei euren Tests war auch die Smart Grinder Pro dabei, die ihr als solide Einsteiger üble bezeichnet. Da mir die ganzen Tests nun ein bißchen viel werden und ich "endlich" Kaffee trinken möchte, meine Frage an euch. Passt die Sage oder die g-iota besser zur Lelit PL81T?
    @Coffee Junky
    Desöfteren habe ich auch über das Problem der nicht ganz sauber kalibrieren Mahlscheiben gelesen. Nach Deiner Antwort hier, habe ich mal im Netz nach "Kalibrierung g-iota" gesucht, aber nichts gefunden. Hast Du einen Tip? Falls ich mir die zulege, möchte ich gerne wissen, ob ich es mir zutrauen kann, falls meine schlecht kalibriert ist, diese selber nachzukalibrieren.
    Beste Grüße, AndreasD
  • Hey Andreas,
    Mühlen sind zu Maschinen grundsätzlich kompatibel, es gibt nur ästhetisches passen oder eben nicht - das kannst aber nur du entscheiden. Das Kalibrieren kannst du im Zweifelsfall selbst machen. Wir haben dazu auch ein Video geplant, es ist nicht so kompliziert.

    Herzlich,
    benjamin
  • Liebe KaffemacherInnen, vielen Dank für euren großartigen Test! Ich besitze seit einem halben Jahr selbst eine DF64/G-IOTA und kann nur bestätigen, dass die Mühle "out-of-the-box" für ihren Preis mehr als solide performt, aber dennoch einige Schwachstellen hat. Der große Erfolg in der Community rührt meiner Ansicht nach daher, dass die Mühle hinsichtlich Aufbau und Motor eine sehr solide technische Basis für den aufgerufenen Preis bietet. Mit vergleichsweise wenig Zeit- und Geldeinsatz können demnach viele der Schwachstellen beseitigt oder optimiert werden und man erhält zuletzt ein Gerät, das mit erheblich teureren Mühlen konkurrieren kann. Wer dagegen keine Lust hat selbst an der G-IOTA Hand anzulegen, wird möglicherweise mit einer Niche glücklicher. Gerne gebe ich nachfolgend einige Tipps, wie ich verschiedenen Probleme der Mühle selbst angegangen bin. Die Fixes wurden allesamt nicht von mir entwickelt - die Credits dafür gehen an die Kaffee-Community!

    1. Problem - Mahlgutverteilung im Dosierbecher: Die einfachste Verbesserung kann fast ohne Aufwand erreicht werden. Die G-IOTA hat die Eigenschaft, dass bei Nutzung des mitgelieferten Dosierbechers ein Großteil der produzierten Fines durch den Ausblasvorgang oben auf dem Kaffeemehl landen. Beim Umfüllen in den Siebträger gelangen diese Fines dann ganz unten in das Sieb und setzen dieses mal mehr mal weniger zu. Dieser Vorgang ist schwer steuerbar und führt zu einer gewissen Inkonsistenz der Bezüge, die sich auch sensorisch bemerkbar macht. Dieses Problem kann man einfach lösen, indem man entweder direkt in den Siebträger mahlt oder das Kaffeepulver im Dosierbecher mit einem Löffel "umrührt". Dabei kann es evtl. zu Klümpchenbildung kommen, die man durch die Nutzung der WDT-Technik (Weiss Distribution Technique) im Siebträger einfach wieder auflockern kann.

    2. Problem - hoher Fines-Anteil durch Regrind (Mehrfachmahlung): Schuld ist meiner Ansicht nach der standardmäßig verbaute Silikonflapper/Declumper. Dieser ist (auch in der neuen Version) zu steif und hält einen Teil des bereits gemahlenen Kaffeepulvers in der Mahlkammer zurück. Dieser Kaffee ist weiterhin in Kontakt mit dem Mahlwerk und wird dadurch immer feiner und feiner gemahlen. Durch das Ausblasen wird zuletzt ein Teil dieses sehr fein gemahlenen Kaffees ausgegeben. Durch einen Austausch des Standard-Flappers/Declumpers gegen eine andere Variante lässt sich dieses Problem erheblich verbessern. Hierzu gibt es zahlreiche, detaillierte Anleitungen im Netz. Ich habe selbst verschiedene Varianten getestet, u.a. auch den Original-Declumper der Simonelli Mythos One. Die Version, welche für mich am besten funktioniert hat, ist aus einem Silikon-Tischuntersetzer selbst gebastelt und wurde von Caffe Martella Singapore erdacht (siehe entsprechenden Youtubekanal). Die Modifikation ist leider etwas aufwendiger und erfordert ein Auseinanderbauen der Mühle. Der Fines-Anteil lässt sich dadurch gefühlt aber reduzieren und macht sich insbesondere bei Filtermahlungen positiv bemerkbar.

    3. Problem - statische Aufladung und starke Streuung des Kaffeemehls: Kann man fast ohne zusätzlichen Aufwand durch RDT (Ross Droplet Technique) deutlich reduzieren. Weiterhin hilft die oben beschriebene Modifikation des Flappers/Declumpers sehr. Durch den von mir selbst gebastelten Silikon-Declumper hat sich das Statik-Problem deutlich reduziert und ich komme zumeist sogar ohne RDT aus. Im Zweifelsfall kann man sich per 3D-Drucker einen Adapterring drucken, der den Dosierbecher näher an den Auslass der Mühle bringt. Geeignete Modelle gibt es fix und fertig auf Thingiverse. Wer keinen eigenen 3D-Drucker besitzt, kann sich einen solchen Adapter einfach und für wenig Geld bei einem der zahlreichen 3D-Druckservices fertigen lassen.

    4. Problem - Popcorning: Die Mühle neigt in Abhängigkeit der verwendeten Bohnen zu starkem Popcorning wenn sich nur noch wenige Bohnen im Trichter befinden. Dies führt zu langen Mahlzeiten bis die Bohnen vollständig ausgemahlen sind. Dieses Problem lässt sich mittels eines 3D gedruckten Plastiktrichters, der unter den Blasebalg (unsichtbar) der G-IOTA gesteckt wird, deutlich verbessern. Geeignete 3D-Modelle für einen solchen Trichter gibt es ebenfalls auf Thingiverse.

    5. Problem - Ablesebarkeit der Mahlgradeinstellung: Die standardmäßige Anzeige des Mahlgrads ist leider mehr als dürftig und erschwert die Reproduzierbarkeit der Einstellung. Es gibt aber zahlreiche 3D-druckbare Lösungen (Markierringe) für dieses Problem auf Thingiverse, die dasselbe vollständig beheben.

    6. Problem - unzulängliche Kalibrierung der Mahlscheiben ab Werk: Die G-IOTA ist ab Werk häufig nicht sauber kalibriert (d.h. die Mahlscheiben stehen nicht exakt parallel übereinander). Die Partikelverteilung, der Grobpeak sowie der Fines-Anteil können u.U. durch eine korrekte Kalibrierung der Mahlscheiben noch weiter verbessert werden. Wie das genau funktioniert kann zahlreichen Anleitungen im Netz entnommen werden. Hierzu habe ich einen zusätzlichen Tipp: Die unteren Gehäuseschrauben erzeugen mechanische Spannungen im Alugusschassis der G-IOTA. D.h. jedes Mal wenn die Mühle aufgeschraubt und wieder zugeschraubt wird, muss die Kalibrierung überprüft und ggf. angepasst werden. Meine Erfahrung damit ist: Wenn man die G-IOTA mit einer gewissen Neigung aufständert (geeignete 3D-druckbare Modelle gibt es bei Thingiverse) reduziert man dieses Problem erheblich: Die Kalibrierung gelingt einfacher und wird auch unabhängiger von der Verschraubung (Anzugsmoment) der Bodenplatte. Auch das zirpende Geräusch des Motors, welches bei einigen Nutzern sporadisch auftritt, gehört damit zumindest in meinem Fall der Vergangenheit an.

    7. Optimierung - bessere Mahlscheiben: Vorneweg, die standardmäßigen ITALMILL-Mahlscheiben sind (wie euer Test ja zeigt) für Espresso bestens geeignet. Auch für Filterkaffee schlagen sie sich m.E. nach immer noch recht passabel. Eine der größten Vorteile der G-IOTA besteht aber darin, dass sie kompatibel zu versch. 64mm Mahlscheiben anderer Hersteller, wie z.B. der Fa. SSP, ist. Habt ihr ja auch erwähnt. Auch wenn dies nochmal eine erhebliche Zusatzinvestition voraussetzt, ist es hierdurch möglich die G-IOTA auf bestimmte Einsatzszenarien hin zu optimieren und hinsichtlich der Qualität des Mahlguts nochmal auf ein ganz anderes Niveau zu heben. So kann die G-IOTA aus meiner Sicht "out-of-the-box" nicht ganz mit der Niche Zero konkurrieren. Mit den diversen oben beschriebenen Tweaks sowie einem Mahlscheibenupdate wird sie aber, zumindest was das Mahlergebnis für helle Röstungen und Filterkaffe anbelangt, schnell zu einem überlegenen Gegenspieler. Ich würde mich daher sehr freuen, wenn ihr G-IOTA vielleicht nach eurem großen Mühlentest nochmal auf diesen Aspekt hin anschauen würdet - eure Community interessiert es bestimmt!

    Macht weiter so - und viele Grüße nach Basel!
  • Könnte ihr schon ungefähr sagen, wann das Video zum Direktvergleich mit Niche Zero und Eureka Single Dose erscheint?
  • Hey Mirko, leider noch nicht. Wir sind gerade an so vielen Themen dran und möchten uns nicht festlegen. Vorweggenommen aber folgende Aussage: all' diese Mühlen sind gut.

Was denkst du?

join us!
melde dich zu unserem Newsletter an
Keine Angst, wir spammen dich nicht zu.
© 2022 Kaffeemacher GmbH 
powered by lots of good coffee