Profitec Pro 600 Test und Erfahrungen

Profitec Pro 600 Test und Erfahrungen

Die Profitec Pro 600 ist eine interessante Dualboiler-Espressomaschine des Herstellers aus Baden-Württemberg in Deutschland. Mit zwei PID gesteuerten Kesseln für Wasserdampf und Brühwasser, zwei Manometern und einer Vibrationspumpe ist die Profitec Pro 600 einer der günstigeren Dualboiler-Espressomaschinen. Die Kessel aus Edelstahl haben ein Volumen von 1 Liter für den Dampf und 0,75 Liter für das Brühwasser. Der Dampfboiler lässt sich ausschalten, was den Stromverbrauch deutlich reduziert.

Die Profitec Pro 600 ist mit einer Faema E61 Brühgruppe ausgestattet und fasst folgerichtig Siebträger mit dem Durchmesser 58 mm. Das macht die Maschine auch kompatibel mit Standartsieben und Tampern.

Neben der Profitec Pro 600 stehen viele weitere Dualboiler auf der Testliste.

Testvideo zur Profitec Pro 600

Aufheizzeit bis zum ersten Espresso

Schon nach wenigen Minuten zeigt die Maschine an, dass der Boiler die Zieltemperatur erreicht hat. Das entspricht aber nicht der effektiven Brühtemperatur, die zu diesem Zeitpunkt vorherrscht. Wir haben Temperaturkurven nach 10 und 15 Minuten gemessen und waren auch nach einem Spülbezug zur Durchwärmung des Siebträgers noch weit von der Zieltemperatur entfernt.

Keine Überraschung! Espressomaschinen mit Faema E61 Brühgruppen brauchen meistens 25 Minuten, um wirklich die Zieltemperatur zu erreichen. So ist es auch bei der Profitec Pro 600.

Espresso nach 5 oder 10 Minuten Profitec

Nach 25 Minuten erreicht die Profitec Pro 600 mit einem Spülbezug die Zieltemperatur. Auch im Bezug ist die Espressomaschine dann konstant und präzise. Das macht Freude.

Temperatur nach 25 Minuten


Bei der Überprüfung der Profitec Pro 600 mit dem WBC Protokoll konnten wir feststellen, dass die Profitec mit einer hohen Taktung von 35 Sekunden zwischen den Bezügen keinesfalls überfordert ist. Tatsächlich neigt die Espressomaschine dann zum Überhitzen. Das Protokoll macht deutlich, dass die Maschine sehr konstant ist, wenn sie nach einer längeren Laufzeit ihre Zieltemperatur erreicht. Dann ist sie sehr präzise und lässt sich auch nicht aus dem Takt bringen, wenn die Frequenz der Bezüge nicht zu sehr erhöht wird.

Kopie von Kopie von Partikelverteilungsmessung 3


Die folgende Kurve zeigt den Stromverbrauch der Profitec Pro 600 über 25 Minuten.

Leistungsmessung Profitec Pro 600


Dieser Artikel und Text wird weiter ergänzt. Es folgt der zweite Teil des Videos sowie ein weiterer Bericht nach dem Standard unseres neuen Testprotokolls.

Wie sind eure Erfahrungen? Auf was müssen wir achten? Was gefällt euch gut und was gefällt euch nicht? Schreibt es uns gerne in die Kommentare, damit wir auch bei unserem Exemplar die entsprechenden Erfahrungen testen können.


Danke im Voraus,

Michel und Benjamin

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14 Kommentare

  • Wie immer sehr guter Testbericht! Werdet ihr in Zukunft auch nochmal die Pro 300 testen?
  • Hey Benedikt, danke! Die Pro 300 steht schon bei uns. Der Test folgt demnächst. Gruss Thomas
  • Hey, super Review. Wenn ihr wirklich etwas braucht um die Löcher und die Anordnung von Sieben zu zählen, können wir sicher helfen. Wäre ein cooles Projekt! Falls Interesse, einfach melden... Gruss Marcel
  • hi zusammen,

    ich habe zwar eine ECM Synchronika, die Hardware ist ja im Prinzip fast die gleiche. Die Synchronika verwende ich schon mehrere Jahre.

    Könntet ihr bitte bei eurem Test folgendes Berücksichtigen:
    Espresso Brühen und *sofort* Milch Schäumen, achte dabei auf die Anzeige vom Dampfdruck und Temperaturanzeige vom PID.
    Ihr werdet feststellen, dass beide Kessel nicht gleichzeitig beheizt werden.

    Das heißt, nach dem Bezug, solange die eingestellte Temperatur im Kaffeekessel noch nicht erreicht ist, wird der Dampfkessel nicht beheizt.

    In der Praxis heißt das, wenn ihr sofort nach dem Bezug mit Milchschäumen anfängt, wird der DampfKessel nicht beheizt weil der Kaffeekessel Priorität hat. Das heißt der Dampfdruck fehlt sehr schnell ab (bis auf 1,5 Bar)
    Aus dem Grund warte ich vor dem Schäumen immer bis die Anzeige vom Kaffeekessel die eingestellte Temperatur erreicht hat.

    Laut meiner Recherche im Netz (im homebarista Forum gab ein Thread darüber) wurde von ECM die Firmware vom Gerät absichtlich irgendwann so geändert um angeblich den Stromverbrauch zu reduzieren.

    In der Praxis nervt das ab und mal weil das Schäumen ewig dauert vor allem wenn man ein grossen Kännchen verwendet.

    Ansonsten bin ich mit der Maschine zufrieden.


  • Hey Günter, danke für deine Erfahrungswerte und deinen Input.

  • Habe auch seit kurzem die Pro600 und bin begeistert, vor allem die Kippventile machen Spaß. Die schnelle Aufheizzeit find ich auch Klasse. Ich glaub sie braucht keine 15 min, müsste ich mal messen.

    Die Dampflanze finde ich etwas tricky. Vielleicht eine Option die Düse mal zu tauschen?

    Aber im Prinzip wurden ja die wichtigsten Punkte schon genannt.

    Würde es Sinn machen, die Pro600 zusammen mit der passenden Profitec Mühle ProT64 zu testen?
  • Interessent wäre, ob der Betrieb ohne Dampfboiler (wenn aus) einen Einfluss auf die Brühtemperatur hat. Mit einem Boiler müsste ja die Maschine relativ sparsam sein (Vergleich mit der LM Micra wäre spannend)
  • Die Temperatur verhält sich mit und ohne Dampfboiler komplett gleich. Haben wir gemessen und auch den Stromverbrauch geprüft. Man kann die Profitec Pro 600 sehr gut nur mit Brühkessel nutzen.
  • Besitze die Maschine ebenfalls und bin sehr zufrieden. Ich kann die zuvor genannten Vor- / Nachteile unterschreiben. Mich würde das Thema Milchschäumen mit der Maschine im Test interessieren. Wie schneidet die Dampfleistung für euch mit einem 0.6l Kännchen also für zwei Cappuccino ab und welche Positionierung der Dampflanze könnt ihr empfehlen.
    Ich freue mich auf den Test!
  • Habe die Maschine seit einigen Wochen und bin wirklich sehr zufrieden.
    Die vorherigen Kommentare kann ich zudem komplett unterschreiben.

    Ergänzend gefällt mir die Dampfleistung noch sehr gut! Für mich hat sie beim schäumen einer Einzelportion mit der 2-Loch-Düse sogar fast zu viel Leistung... bin aber auch noch am üben, da ich erst vor kurzem von einer Delonghi Dedica EC 685M geupgraded umgestiegen bin ;-) Vielleicht hier noch ein paar kleine Tipps was verschiedene Düsen angeht?

    Die Zeit zum Aufheizen gefällt mir auch sehr gut, gerade weil der Kaffeeboiler nicht zu groß ist.

    Ich habe die Maschine mit Drehventilen für Dampf und Heißwasser und mir gefällt, dass man nicht ewig von zu bis offen drehen muss.

    Freue mich auf jeden Fall auf euren Review und bin gespannt
  • Gut:
    - Verarbeitung
    - Kippventile
    - Flow Control (auch zum Nachrüsten)
    - Abmessungen
    - Zugang zum Wassertank
    - Große und stabile Abtropfschale
    - große Tassenablage
    - Aufheizdauer
    - Viele Gleichteile zu ECM
    Weniger gut (subjektive Erfahrung)
    - Dampfboiler „nur“ 1l Volumen
    - Lautstärke der Vibrationspumpe (insb. Kesselbefüllung bei Kaltstart)
    - Lochbohrungen in der 2-Loch-Düse (Kondenswasser spritzt seitlich, nicht in die Abtropfschale)
    - Winkel der Dampflanze gewöhnungsbedürftig
    - flacher Tamper
  • Habe die Maschine seit 2,5 Jahren.
    Was mir besonders gefällt:
    - Boiler und Heizung aus Edelstahl.
    - Durchlaufzeittimer im PID Display
    - Möglichkeit, Dampfkessel abzuschalten
    Was nervt:
    - Bei Wassermangel während des Bezugs schaltet die Maschine ab. Dabei wird auch das PID Display abgeschaltet. Somit hat man plötzlich keinen Timer mehr. Ist zumindest bei der Firmware Version 1.15 so (die Version erscheint direkt nach dem Einschalten in PID Display). Ein Blinken bis zum Abschalten wäre besser.
    - Dampfboiler nur über Menü abschaltbar, kein separater Schalter (profitec pro 700 hat einen)
  • "Bei Wassermangel während des Bezugs schaltet die Maschine ab. Dabei wird auch das PID Display abgeschaltet. Somit hat man plötzlich keinen Timer mehr. " Sei froh, dass du deinen Shot noch beenden kannst! Meine Rocket stoppt einfach die Pumpe.
  • Hey Christoph, danke fürs teilen.

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